Anastrozol online in Deutschland

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Arimidex
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Anastrozol

Ab2.36 €

Informationen über Anastrozol

Geschätzte Lesezeit: 14 min
Veröffentlicht : 12.05.2026 Aktualisiert : 21.06.2026 Medizinisch geprüft : 28.05.2026
HandelsnameAnastrozol
WirkstoffAnastrozol
EinsatzgebietHormonabhängiger Brustkrebs bei Frauen nach den Wechseljahren
Stärke(n)1 mg Tabletten
WirkeintrittInnerhalb von 24 bis 48 Stunden nach Einnahme
WirkdauerBis zu 72 Stunden pro Tablette
AnwendungsweiseTägliche Einnahme, unabhängig von den Mahlzeiten
VerschreibungspflichtJa, Rezept erforderlich in Deutschland
Hersteller (Generika)Accord, ratiopharm, Sandoz

Anastrozol bei Brustkrebs – Ihr Wegweiser für Deutschland

Anastrozol ist ein Arzneimittel, das eingesetzt wird, um hormonabhängigen Brustkrebs bei Frauen nach den Wechseljahren gezielt zu behandeln. Es ist in Deutschland zugelassen und rezeptpflichtig erhältlich. Die folgende Übersicht begleitet Sie Schritt für Schritt von der Unsicherheit zur informierten Entscheidung – klar, praxisnah und auf den deutschen Kontext zugeschnitten.

Brustkrebs: Häufigkeit, Betroffenheit, Perspektiven

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden im Jahr 2020 rund 70.000 Neuerkrankungen registriert. Das bedeutet: Sie sind mit Ihrer Sorge nicht allein – und die medizinische Forschung hat große Fortschritte gemacht, sodass heute in den meisten Fällen wirksame Therapieoptionen zur Verfügung stehen. Diagnostik und Behandlung erfolgen nach aktuellen Leitlinien, die bundesweit greifen und von spezialisierten Teams umgesetzt werden.

Wie Anastrozol gezielt hilft: Wirkung und praktische Bedeutung

Anastrozol ist ein sogenannter Aromatasehemmer. Das bedeutet: Es blockiert das Enzym Aromatase, das im Körper nach den Wechseljahren das Hormon Östrogen aus Vorstufen produziert. Viele Brustkrebsarten wachsen jedoch nur, wenn Östrogen vorhanden ist. Weniger Östrogen führt also dazu, dass das Tumorwachstum gebremst oder gestoppt wird. Für Patientinnen spürbar wird das nicht direkt durch ein sofortiges Körpergefühl, sondern durch die Wirkung im Verlauf – das Risiko eines Wiederauftretens (Rezidivs) oder einer Ausbreitung sinkt deutlich. In klinischen Studien, etwa laut European Society for Medical Oncology (ESMO, 2023), konnte bei Frauen nach den Wechseljahren eine signifikante Verbesserung des krankheitsfreien Überlebens gezeigt werden.

  • Physiologisch: Hemmung der Östrogenbildung → weniger Wachstumsanreiz für Tumorzellen.
  • Praktisch: Schutz vor Rückfall, verlängertes krankheitsfreies Überleben – messbare Effekte meist erst nach Monaten, nicht nach Tagen.

Für wen ist Anastrozol geeignet – und wann nicht?

Situation Empfehlung Begründung
Frau nach den Wechseljahren mit hormonabhängigem (Hormonrezeptor-positivem) Brustkrebs Anastrozol in Erwägung ziehen Die Behandlung mit Aromatasehemmern ist Standard, da der Tumor auf Östrogen angewiesen ist.
Prämenopausale Frau (vor den Wechseljahren) Anastrozol nicht geeignet Die körpereigene Östrogenproduktion der Eierstöcke wird nicht ausreichend gehemmt – andere Therapien wirksamer.
Bestehende Osteoporose oder erhöhtes Knochenbruchrisiko Nur nach individueller Risikoabwägung Anastrozol kann den Knochenabbau fördern, daher sorgfältige Überwachung nötig.
Leber- oder schwere Nierenerkrankung Mit Vorsicht, ggf. andere Therapie prüfen Die Verstoffwechselung kann beeinträchtigt sein; Rücksprache mit Onkologen erforderlich.
Hormonrezeptor-negativer Brustkrebs Nicht wirksam Da der Tumor nicht auf Östrogen reagiert, bringt Anastrozol keinen Vorteil.
Vorherige Unverträglichkeit gegenüber Aromatasehemmern Abwägung und ggf. Alternativen erwägen Bei starken Nebenwirkungen sollte ein anderes Therapieschema diskutiert werden.

Es gibt also klare Kriterien, bei denen Anastrozol im Vordergrund steht – aber auch Situationen, in denen andere Optionen bevorzugt werden sollten. Die Entscheidung wird individuell in Absprache mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt getroffen.

Anwendung im Alltag: Einnahme, Besonderheiten, Tipps

  • Einnahmezeit: Einmal täglich, möglichst immer zur gleichen Tageszeit. Ein Glas Wasser reicht, Mahlzeiten sind nicht erforderlich.
  • Vergessene Dosis: Nicht doppelt einnehmen! Wenn Sie es am selben Tag merken, sofort nachholen. Ist bereits der nächste Tag, einfach mit dem gewohnten Rhythmus fortfahren.
  • Wirkungseintritt: Die Krebshemmung beginnt biochemisch schnell, klinisch aber erst nach Wochen/Monaten messbar.
  • Worauf achten? Knochengesundheit regelmäßig prüfen lassen (z. B. DEXA-Scan). Bei neuen Gelenkschmerzen, ungewöhnlicher Müdigkeit oder Hautveränderungen Rücksprache mit dem Behandlungsteam halten.
  • Was tun, wenn keine Wirkung spürbar? Die Wirksamkeit zeigt sich nicht als „Gefühl“ – sie ist Teil einer langfristigen Strategie. Bei Unsicherheit: Kontrolltermine wahrnehmen, Arztkontakt suchen.
  • Absetzen oder Wechsel: Änderungen der Therapie niemals eigenmächtig, sondern immer nach ärztlicher Empfehlung.
Dr. med. Sebastian Hoffmann: „Gerade bei langwierigen Behandlungen wie Anastrozol ist es entscheidend, Unsicherheiten früh anzusprechen. Auch vermeintlich kleine Nebenwirkungen können – bei schneller Kommunikation – oft gut gemanagt werden. Suchen Sie aktiv das Gespräch, falls Sie sich unwohl fühlen.“

Wann Anastrozol nicht angewendet werden darf (Gegenanzeigen)

Anastrozol darf in bestimmten Situationen nicht angewendet werden, weil das Risiko überwiegt:

  • Überempfindlichkeit gegen Anastrozol oder einen Hilfsstoff: Es besteht die Gefahr schwerer allergischer Reaktionen.
  • Frauen vor der Menopause: Da die Wirkweise nicht greift, könnte die Erkrankung unbehandelt fortschreiten.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Absolute Kontraindikation, da nach aktuellem Stand Risiken für das Kind nicht ausgeschlossen werden können.
  • Schwere Leber- oder Nierenerkrankung: Kumulation des Wirkstoffs möglich, daher erhöhte Nebenwirkungsgefahr.

Die endgültige Einschätzung erfolgt immer durch eine Fachärztin oder einen Facharzt. Bei Unsicherheiten empfiehlt es sich, die individuelle Situation ärztlich abklären zu lassen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Häufigkeit Typische Nebenwirkungen Empfohlene Maßnahme
Sehr häufig Hitzewallungen, Gelenkschmerzen, Müdigkeit Meist vorübergehend, symptomatisch behandelbar
Häufig Knochenschwund (Osteoporose), Hautausschlag, Übelkeit Regelmäßige Knochendichtemessung, ggf. Zusatzmedikation
Gelegentlich Leberfunktionsstörungen, erhöhter Cholesterinspiegel Leberwerte kontrollieren, gegebenenfalls Therapieanpassung
Selten bis sehr selten Schwere allergische Reaktionen (z. B. Schwellung, Atemnot) Sofort ärztliche Hilfe notwendig – im Notfall 112 (Rettungsdienst) anrufen

Die meisten Nebenwirkungen sind vorübergehend und können unter ärztlicher Anleitung gut behandelt werden. Bei Anzeichen schwerwiegender Reaktionen wie Atemnot, massiver Hautausschlag oder plötzlicher Schwellung von Gesicht und Zunge gilt: Zögern Sie nicht, umgehend die 112 (Rettungsdienst) zu wählen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Bestimmte Medikamente können die Wirkung von Anastrozol beeinflussen oder selbst beeinflusst werden. Dazu zählen beispielsweise Östrogenpräparate (wie Hormonersatztherapie) – sie würden die Wirkung von Anastrozol aufheben. Auch Mittel wie Tamoxifen und einige Medikamente gegen Krampfanfälle oder Depressionen können relevant sein. Generell gilt: Bei gleichzeitiger Einnahme anderer Präparate sollte eine Abstimmung mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt erfolgen. Informieren Sie Ihr Behandlungsteam immer über alle Arzneimittel, auch rezeptfreie, die Sie einnehmen.

Alternativen und Vergleich: Ist Anastrozol immer die beste Wahl?

Wirkstoff Typischer Einsatzbereich Stärken Limitationen
Anastrozol Postmenopausale Frauen mit Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs Hohe Wirksamkeit, gut verträglich, einmal täglich Knochendichte beachten, nicht vor den Wechseljahren geeignet
Letrozol Wie Anastrozol, häufig bei Metastasen Ähnliche Wirkung, manchmal bei Resistenz auf Anastrozol eingesetzt Ähnliche Nebenwirkungen, andere individuelle Verträglichkeit
Exemestan Hormonabhängiger Brustkrebs, auch als Zweitlinientherapie Stärkeres Senken des Östrogenspiegels in manchen Fällen Mögliches Risiko für mehr Nebenwirkungen
Tamoxifen Vor allem prämenopausal, aber auch postmenopausal möglich Auch bei jüngeren Frauen wirksam, günstiges Nebenwirkungsprofil für bestimmte Patientinnen Erhöhtes Thromboserisiko, weniger wirksam nach den Wechseljahren

Anastrozol ist bei Frauen nach der Menopause mit Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs in der Regel die erste Wahl. Ist jedoch die Knochengesundheit gefährdet oder eine Unverträglichkeit aufgetreten, kann ein Wechsel auf ein anderes Präparat sinnvoll sein. Die Auswahl erfolgt individuell und hängt von vielen Faktoren ab – die Beratung durch das Behandlungsteam ist zentral.

Preis und Erwerb: Was kostet Anastrozol in Deutschland?

Leistung Betrag (EUR) Hinweis
Fachärztliche Beratung 60–120 Einmalig oder pro Quartal, abhängig von Praxismodell
Rezeptgebühr (in der Apotheke) 5 Gilt für gesetzlich Versicherte
Anastrozol 1 mg (30 Tabletten) 30–65 Je nach Hersteller und Apotheke, Generika meist günstiger
Lieferung (Versandapotheke) 0–7 Bei Online-Bestellung, oft ab bestimmtem Bestellwert gratis
Gesamtkosten ca. 95–197 Erstverschreibung inkl. Beratung, Folgerezepte günstiger

Die Kosten setzen sich aus Beratung, Medikament, eventueller Rezeptgebühr und ggf. Versand zusammen. Mit einer ärztlichen Verordnung erhalten Sie Anastrozol in jeder öffentlichen oder Versandapotheke in Deutschland. Die Bearbeitung erfolgt in der Regel innerhalb von 1–3 Werktagen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in den meisten Fällen die Kosten, sofern eine entsprechende Indikation vorliegt.

Letzte Unsicherheiten: Was passiert nach dem Kauf? Wie läuft die nächste Zeit ab?

Nach dem Erwerb von Anastrozol beginnt meist ein mehrjähriger Therapiezeitraum. Regelmäßige Nachsorgetermine dienen der Verlaufskontrolle und dem frühzeitigen Erkennen möglicher Nebenwirkungen oder Rückfälle. Es ist üblich, dass im Rahmen der Therapie Knochendichte, Blutwerte und allgemeines Wohlbefinden überprüft werden. Mit einer aktiven Kommunikation zwischen Ihnen und dem Behandlungsteam können Nebenwirkungen früh erkannt und behandelt werden. Wenn Sie sich unsicher fühlen oder Fragen im Verlauf auftauchen, steht Ihnen Ihr onkologisches Zentrum oder die behandelnde Praxis als erste Anlaufstelle zur Verfügung.

Quellen

Dr. Sebastian Hoffmann
Medizinisch geprüft von
Facharzt für Allgemeinmedizin · Klinischer pharmazeut · klinische pharmakologie und allgemeinmedizin
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Wichtiger medizinischer Hinweis : Die Informationen auf dieser Website dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Auch wenn ein Produkt ohne Rezept erhältlich ist, sollten die Anwendungshinweise sorgfältig gelesen und die empfohlene Dosierung eingehalten werden. Bei Nebenwirkungen, Gegenanzeigen oder Fragen zur Behandlung wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

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