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Informationen über Cialis

Geschätzte Lesezeit: 16 min
Veröffentlicht : 15.05.2026 Aktualisiert : 26.06.2026 Medizinisch geprüft : 06.06.2026
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Einnahme von Arzneimitteln ist nur nach Rücksprache mit einem Arzt möglich. Selbstmedikation ist lebensgefährlich.

Cialis (Tadalafil) in Deutschland: Umfassender Ratgeber zur sicheren Anwendung, Verschreibung und Wirkung

Cialis (Tadalafil) ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Ein Erwerb ohne ärztliches Rezept ist nicht erlaubt. Die Abgabe erfolgt ausschließlich durch Apotheken, nachdem eine ärztliche Verordnung vorliegt.

Kernaussagen – Was Sie über Cialis in Deutschland wissen müssen

  • Cialis eignet sich besonders für Männer mit erektiler Dysfunktion, die eine flexible Wirkung über einen längeren Zeitraum wünschen.
  • Die Wirkung tritt meist nach 30–60 Minuten ein und hält bis zu 36 Stunden an.
  • Eine ärztliche Verschreibung ist in Deutschland zwingend erforderlich.
  • Cialis sollte nicht mit Nitraten oder bestimmten Herzmedikamenten kombiniert werden – Lebensgefahr!
  • Bei Nebenwirkungen wie Sehstörungen, anhaltender Erektion oder Brustschmerzen sofort einen Arzt aufsuchen.
  • Das Präparat behandelt ausschließlich die Symptome der erektilen Dysfunktion, nicht deren Ursache.
Inhaltsverzeichnis

Wie wirkt Cialis im Körper? Wissenschaftliche Erklärung des Mechanismus

Cialis enthält den Wirkstoff Tadalafil, einen sogenannten PDE-5-Hemmer (Phosphodiesterase-Typ-5-Inhibitor). Nach sexueller Stimulation wird im Penis Stickstoffmonoxid (NO) freigesetzt, wodurch der Botenstoff cGMP entsteht. cGMP sorgt für eine Entspannung der glatten Muskulatur in den Blutgefäßen des Schwellkörpers – es fließt mehr Blut ein, eine Erektion entsteht.

Das Enzym PDE-5 baut cGMP wieder ab. Tadalafil hemmt PDE-5 gezielt, sodass cGMP länger aktiv bleibt und die Erektion stabilisiert wird (EMA, PubMed). Der Wirkstoff wirkt dabei nur bei sexueller Erregung – ohne Stimulation erzielt er keine Wirkung.

Metapher: Man kann sich Cialis vorstellen wie einen "Türstopper" für das Enzym, das den Erektions-Botenstoff abbaut – es hält die Tür für den Blutfluss länger offen.

Wichtig: Cialis verstärkt die körpereigene Reaktion, löst aber keine Erektion ohne sexuelle Erregung aus.

Mythos vs. Realität:
Mythos: Cialis bewirkt automatisch und sofort eine Erektion.
Realität: Eine sexuelle Stimulation ist notwendig – ohne diese bleibt die Wirkung aus.

Erwartungen und Realität: Was Patienten oft unterschätzen – Kommentar von Dr. med. Markus Reinhardt

Aus meiner Erfahrung stellen sich viele Patienten eine sofortige, automatische Wirkung vor, ähnlich wie bei einem Lichtschalter. Das führt zu Enttäuschungen, wenn ohne sexuelle Erregung nichts passiert. Ein weiteres Missverständnis ist die Erwartung, dass Cialis auch bei schwerwiegenden organischen Ursachen "wunderbar" wirkt – dabei reicht bei ausgeprägten Gefäß- oder Nervenschäden die medikamentöse Unterstützung allein oft nicht aus. Viele Männer fragen zudem nicht, wie sie Nebenwirkungen richtig erkennen oder die Einnahme in den Alltag integrieren. Besonders selten stellt jemand die Frage, wie sich die Therapie auf Partnerschaft, Selbstwertgefühl oder die Kommunikation auswirkt. Auch die Bedeutung von Geduld und realistischen Erwartungen im Verlauf wird unterschätzt – kurzfristige Frustration kann den Therapieerfolg gefährden. Es lohnt sich, diese Aspekte offen im Arztgespräch anzusprechen.

Wie wird Cialis eingenommen? Dosierung, Wirkdauer, Anwendungsdetails

  • Standarddosierung: In der Regel 10 mg als Einzeldosis ca. 30–60 Minuten vor sexueller Aktivität. Die Dosis kann auf 20 mg erhöht oder auf 5 mg reduziert werden, abhängig von Wirksamkeit und Verträglichkeit.
  • Dauertherapie: Für den täglichen Gebrauch gibt es Tabletten mit 2,5 mg oder 5 mg Tadalafil. Sie eignen sich besonders für Männer mit häufiger sexueller Aktivität und ermöglichen Spontaneität.
  • Wirkdauer: Die Wirkung hält bis zu 36 Stunden an („Wochenend-Tablette“).
  • Tablettenteilung: Cialis-Tabletten sind nicht zum Teilen vorgesehen – die Bruchrille dient der Identifikation, nicht der Dosierung (BfArM).
  • Maximaldosis: 20 mg pro Tag dürfen nicht überschritten werden.
  • Bei älteren Patienten (ab 65 Jahren): Meist keine Dosisanpassung nötig, aber individuelle ärztliche Abklärung ist wichtig.
  • Bei Nieren- oder Leberfunktionsstörungen: Reduzierte Dosis oder individuelle Anpassung notwendig – ärztliche Rücksprache zwingend erforderlich.

Hinweis: Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen (siehe Abschnitt Nahrung & Lebensstil).

Cialis und Ernährung, Alkohol & Lebensstil: Was ist zu beachten?

  • Mahlzeiten: Fettige Speisen verzögern die Aufnahme minimal, der Effekt ist jedoch klinisch kaum relevant.
  • Alkohol: Moderate Mengen (bis zu 3 Einheiten, etwa ein Glas Wein oder ein Bier) sind meist verträglich. Größere Mengen erhöhen das Risiko für Blutdruckabfall, Schwindel und Erektionsstörungen. Starker Alkoholkonsum sollte unbedingt vermieden werden!
  • Grapefruitsaft: Vermeiden, da Grapefruit die Wirkung von Tadalafil verstärken und Nebenwirkungen auslösen kann (Störung des Enzymabbaus in der Leber).
  • Lebensstil: Rauchen, übermäßige Energiegetränke oder Drogen können die Wirksamkeit herabsetzen und Nebenwirkungen verstärken.
Hinweis: Für eine optimale Wirkung sollte Cialis nicht gemeinsam mit großen Mengen Alkohol oder Grapefruitsaft eingenommen werden.

Wer darf Cialis nicht einnehmen? Kontraindikationen und Warnhinweise

Absolute Kontraindikationen (niemals einnehmen):
  • Gleichzeitige Einnahme von Nitraten (z.B. Nitroglycerin): Gefahr eines lebensgefährlichen Blutdruckabfalls.
  • Unkontrollierte schwere Herzerkrankungen (z.B. instabile Angina pectoris, kürzlicher Herzinfarkt oder Schlaganfall < 6 Monate): Lebensgefahr durch Kreislaufbelastung.
  • Schwere Leberinsuffizienz oder terminale Niereninsuffizienz (Dialysepflicht): Unverträglichkeit und erhöhtes Nebenwirkungsrisiko.
  • Verlust des Sehvermögens durch nicht-arteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie (NAION) in der Vorgeschichte: Risiko eines erneuten Sehverlusts.
  • Überempfindlichkeit gegen Tadalafil oder einen sonstigen Bestandteil.
Relative Kontraindikationen (nur nach ärztlicher Rücksprache):
  • Leichtere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Leber- oder Nierenfunktionsstörungen (Dosisanpassung!)
  • Bei bestimmten seltenen Augenerkrankungen (Retinitis pigmentosa)
  • Bei gleichzeitiger Einnahme von Alpha-Blockern (Blutdrucksenker) muss engmaschig überwacht werden.

Erklärung: Viele Herz- und Kreislaufmedikamente (vor allem Nitrate und einige Blutdrucksenker) potenzieren mit Cialis die gefäßerweiternde Wirkung. Dies kann zu einem gefährlichen Blutdruckabfall führen.

Welche Nebenwirkungen sind bei Cialis häufig?

Sehr häufig (>1/10):
  • Kopfschmerzen
  • Flush (Gesichts- und Hautrötung) – durch Weitstellung der Blutgefäße
Häufig (1/10 bis 1/100):
  • Verdauungsbeschwerden, Sodbrennen
  • Rückenschmerzen, Muskelschmerzen
  • Verstopfte Nase
  • Schwindel
  • Sehstörungen (veränderte Farbwahrnehmung)
Gelegentlich (1/100 bis 1/1.000):
  • Herzklopfen
  • Überempfindlichkeitsreaktionen / Hautausschläge
  • Schwellungen (Ödeme)
Selten bis sehr selten (<1/1.000):
  • Priapismus (Erektion >4 Stunden) – medizinischer Notfall!
  • Plötzlicher Sehverlust (NAION)
  • Plötzlicher Hörverlust
  • Herzinfarkt, Schlaganfall (bei Risikopatienten)
  • Schwere allergische Reaktionen

Hinweis: Bei anhaltender Erektion (>4 Stunden), plötzlicher Seh- oder Hörverschlechterung, Brustschmerzen oder allergischen Reaktionen ist sofort ein Notarzt (112) zu kontaktieren.

Häufige Fehler bei der Anwendung von Cialis und wie Sie diese vermeiden

  • Cialis ohne sexuelle Stimulation einnehmen: Viele erwarten eine automatische Wirkung. Lösung: Auf ausreichende Erregung achten.
  • Zu früh oder zu spät eingenommen: Die Tablette braucht 30–60 Minuten. Lösung: Einnahme rechtzeitig vor dem geplanten Zeitpunkt.
  • Höhere Dosis ohne Arztanweisung: Erhöht Nebenwirkungsrisiko, bringt meist keinen Zusatznutzen. Lösung: Dosierung stets mit dem Arzt absprechen.
  • Alkohol falsch eingeschätzt: Übermäßiger Alkoholkonsum verschlechtert die Wirkung. Lösung: Alkohol nur in Maßen oder ganz vermeiden.
  • Grapefruitsaft ignoriert: Kann Wechselwirkungen hervorrufen. Lösung: Während der Einnahme auf Grapefruitprodukte verzichten.
  • Abbruch nach ersten Nebenwirkungen ohne Arztkontakt: Oft sind Nebenwirkungen vorübergehend oder beeinflussbar. Lösung: Arzt aufsuchen und Therapie besprechen.
  • Ignorieren von Warnhinweisen bei Vorerkrankungen: Besonders bei Herzkrankheiten ist eine ärztliche Kontrolle unabdingbar!

Vergleich: Cialis vs. Viagra vs. Levitra – Was sind die Unterschiede?

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede der drei PDE-5-Hemmer zusammen, die in Deutschland zur Behandlung der erektilen Dysfunktion zugelassen sind:

Wirkstoff/Präparat Wirkungseintritt Wirkdauer Häufigste Nebenwirkungen Preisspanne/Tabl. (2026, DE)
Cialis (Tadalafil) 30–60 Minuten bis zu 36 Std. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Flush ca. 11–18 €
Viagra (Sildenafil) 30–60 Minuten 4–6 Std. Kopfschmerzen, Flush, Verdauungsstörungen ca. 9–15 €
Levitra (Vardenafil) 25–60 Minuten 4–8 Std. Kopfschmerzen, Schwindel, Nasenverstopfung ca. 10–16 €
  • Cialis punktet mit langer Wirkdauer und Flexibilität, eignet sich also besonders für Paare, die Spontaneität wünschen.
  • Viagra und Levitra wirken kürzer, können aber bei bestimmten Nebenwirkungsprofilen vorteilhafter sein.
  • Preislich liegen alle drei Präparate nah beieinander, wobei Generika günstigere Alternativen bieten können.

Fragen, die Patient:innen Dr. med. Markus Reinhardt häufig stellen

Wie merke ich, ob Cialis bei mir überhaupt wirkt?
Die Wirkung zeigt sich darin, dass bei sexueller Erregung eine Erektion zuverlässiger und länger aufrechterhalten werden kann. Ohne Stimulation passiert meist nichts. Die vollständige Wirkung kann manchmal erst nach mehreren Einnahmen spürbar werden.
Kann ich Cialis dauerhaft jeden Tag nehmen?
Ja, es gibt eine tägliche niedrig dosierte Form (2,5 mg oder 5 mg). Das bietet Vorteile bei häufiger sexueller Aktivität, muss aber ärztlich überwacht werden, vor allem in Bezug auf Nebenwirkungen und Langzeitsicherheit.
Wie lange sollte ich das Medikament einnehmen, wenn die Ursache der Erektionsstörung nicht behoben ist?
Die Einnahmedauer richtet sich nach der Grunderkrankung und dem Behandlungserfolg. Regelmäßige ärztliche Kontrolltermine helfen, Über- oder Fehlgebrauch zu vermeiden.
Kann ich nach der Einnahme Auto fahren?
In den meisten Fällen ja, sofern keine Nebenwirkungen wie Schwindel oder Sehstörungen auftreten. Wenn solche Beschwerden auftreten, dürfen Sie nicht am Straßenverkehr teilnehmen.
Muss meine Partnerin/mein Partner über die Einnahme Bescheid wissen?
Eine offene Kommunikation kann helfen, Leistungsdruck abzubauen und Missverständnisse zu vermeiden. Es ist sinnvoll, das Thema gemeinsam anzusprechen.
Besteht ein Risiko einer psychischen Abhängigkeit?
Eine körperliche Abhängigkeit ist nicht bekannt, aber eine psychische Fixierung auf die Tablette kann entstehen. Hier ist es wichtig, Ursachen der Erektionsstörung auch unabhängig von der Tabletteneinnahme zu besprechen.
Kann ich Cialis auch bei leichten Erektionsproblemen einnehmen?
Ja, sofern keine Kontraindikationen bestehen und andere Ursachen ärztlich ausgeschlossen wurden. In leichten Fällen ist aber auch eine Beratung zu Lebensstil, Stress oder Partnerschaft sinnvoll.

Cialis – Technische Eckdaten im Überblick

Wirkstoff Tadalafil
Erhältliche Stärken 2,5 mg, 5 mg, 10 mg, 20 mg
Tablettenform Gelbe, mandelförmige Filmtabletten
Wirkungseintritt 30–60 Minuten nach Einnahme
Wirkdauer Bis zu 36 Stunden
Maximaldosis 20 mg/Tag
Lagerung Im Originalblister, bei Raumtemperatur, vor Feuchtigkeit geschützt
Verschreibungspflicht Ja (Apothekenpflichtig)

Schritt-für-Schritt: So erhalten Sie Cialis in Deutschland

  • Schritt 1: Ärztliche Beratung und Abklärung
    Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Hausarzt, Urologen oder (je nach Angebot) einer spezialisierten Online-Arztpraxis. Es wird eine Anamnese und ggf. eine körperliche Untersuchung durchgeführt.
  • Schritt 2: Ausstellung des Rezepts
    Nur bei medizinischer Indikation wird ein Rezept ausgestellt. Bei Online-Anbietern geschieht dies meist nach Ausfüllen eines medizinischen Fragebogens und ggf. einem ärztlichen Telefongespräch.
  • Schritt 3: Einlösen des Rezepts
    Mit dem ärztlichen Rezept können Sie Cialis in jeder Vor-Ort-Apotheke oder bei einer in Deutschland zugelassenen Versandapotheke einlösen. Das E-Rezept wird zunehmend akzeptiert.
  • Schritt 4: Lieferung oder Abholung
    Nach Vorlage des Rezepts erhalten Sie das Medikament direkt ausgehändigt oder nach Hause geschickt.
  • Schritt 5: Rücksprache und Verlaufskontrolle
    Nach den ersten Einnahmen empfiehlt sich eine ärztliche Rückmeldung, um Wirksamkeit und Verträglichkeit zu prüfen.

Seriöse Online-Apotheken erkennen – Sicherheit beim Kauf in Deutschland

  • Gesetzliche Zulassung: Eine Versandapotheke muss in Deutschland von einer Landesapothekerkammer zugelassen und im DIMDI-Verzeichnis (DIMDI) gelistet sein.
  • EU-Sicherheitslogo: Jede seriöse Online-Apotheke führt das EU-weite „Apotheken-Logo“ (grünes Kreuz mit Flagge) auf der Startseite, das auf die offizielle EU-Liste verlinkt.
  • Rezeptpflicht: Seriöse Anbieter fordern IMMER ein gültiges Rezept. Anbieter, die „rezeptfrei“ oder „ohne Rezept“ werben, sind illegal und riskant.
  • Warnsignale: Ungewöhnlich niedrige Preise, ausländische Impressen, fehlende Kontaktmöglichkeiten oder unseriöse Zahlungsarten deuten auf Betrug oder Fälschungen hin.
  • Datenschutz: Prüfen Sie, ob die Apotheke auf den Schutz Ihrer persönlichen Daten achtet (SSL, Datenschutzerklärung).

Risiko: Der Bezug von Medikamenten aus nicht zertifizierten Quellen birgt erhebliche Gesundheitsgefahren durch Fälschungen, falsche Dosierungen oder unsichere Inhaltsstoffe.

Original, Generikum oder Fälschung? Qualität und Sicherheit bei Cialis

  • Original Cialis: Wird von der Firma Eli Lilly produziert. Die Tabletten sind mandelförmig, gelb, mit Prägung „C“ auf einer Seite und der Dosierungsangabe (z.B. „20“) auf der anderen. Die Verpackung trägt einen Sicherheitsverschluss, einen Herstellercode und oft einen QR-Code oder ein Hologramm.
  • Generika: Seit Ablauf des Patents (2017) sind zahlreiche Tadalafil-haltige Medikamente als Generika erhältlich (z.B. Tadalis, TadaHEXAL, Tadalafil-1A Pharma). Sie sind meist günstiger, bieten aber die gleiche Wirkstoffqualität. Unterschiede gibt es bei den Hilfsstoffen (z.B. Laktosefreiheit) und der Tablettenform oder -farbe.
  • Fälschungen: Oft an undeutlichen Prägungen, ungewohnten Farben, fehlenden Sicherheitsmerkmalen oder extrem niedrigen Preisen erkennbar. Medizinische Fälschungen können lebensgefährliche Inhaltsstoffe enthalten!
  • Preis als Warnsignal: Angebote weit unter Apothekenpreis (z.B. <5 € pro Tablette) deuten fast immer auf Fälschungen oder unsichere Ware hin.
  • Generika-Vorteil: Sie sind genauso wirksam und sicher wie das Original, sofern sie in Deutschland zugelassen sind. Patienten mit Allergien sollten jedoch die Inhaltsstoffe (Hilfsstoffe) prüfen.

Tipp: Bei Unsicherheiten hilft die Apotheke vor Ort beim Vergleich von Original und Generikum.

Kompatibilität von Cialis mit anderen Wirkstoffen und Produkten

Produkt/Wirkstoff Kombinierbar? Folge/Konsequenz
Nitroglycerin, Isosorbid (Nitrate) NEIN Lebensbedrohlicher Blutdruckabfall
Alpha-Blocker (z. B. Doxazosin) Nur mit Vorsicht Gefahr eines starken Blutdruckabfalls
Blutdrucksenker (ACE-Hemmer, Betablocker) Ja, aber Rücksprache nötig Mögliche additive Wirkung, Überwachung empfohlen
Alkohol (moderat) Ja, in Maßen Bei Übermaß: Blutdruckabfall, Schwindel
Grapefruitsaft Nein Verstärkte Wirkung und Nebenwirkungen
Acetylsalicylsäure (Aspirin) Ja Keine signifikante Wechselwirkung
Andere PDE-5-Hemmer (Viagra, Levitra) NEIN Erhöhtes Nebenwirkungsrisiko, keine Steigerung der Wirkung

Pharmakokinetik: Wie wird Cialis im Körper verarbeitet?

  • Resorption: Nach oraler Einnahme erreicht Tadalafil innerhalb von ca. 2 Stunden die maximale Plasmakonzentration.
  • Metabolismus: Hauptsächlich in der Leber über das Enzym CYP3A4 abgebaut.
  • Elimination: Überwiegend über den Stuhl, zu einem kleinen Teil über die Nieren.
  • Halbwertszeit (T1/2): Durchschnittlich 17,5 Stunden – daher die lange Wirkdauer bis zu 36 Stunden.

Relevanz: Bei Leber- oder Nierenfunktionsstörungen kann die Ausscheidung verlangsamt sein – in diesem Fall ist eine Anpassung oder erhöhte Vorsicht erforderlich.

Was gilt für spezielle Patientengruppen und Familienplanung?

  • Herz-Kreislauf-Patienten: Cialis darf NICHT bei instabilen Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingenommen werden. Bei stabilen Verhältnissen ist eine individuelle ärztliche Entscheidung notwendig.
  • Diabetiker: Können Cialis anwenden, sofern keine schwerwiegenden Begleiterkrankungen vorliegen. Die Wirkung kann variieren.
  • Leber- und Nierenkranke: Reduzierte Dosis oder Verzicht, abhängig vom Schweregrad (siehe Dosierung).
  • Senioren: Bis zum Alter von 75 Jahren meist ohne Dosisanpassung, darüber hinaus individuelle Rücksprache empfohlen.
  • Nicht für Frauen zugelassen: Cialis ist in Deutschland ausschließlich für Männer zur Behandlung der erektilen Dysfunktion zugelassen.
  • Fertilität: Studien zeigen keine nachteiligen Effekte auf die männliche Zeugungsfähigkeit (EMA), jedoch gibt es keine Zulassung zur Kinderwunschbehandlung.
  • Fahrtüchtigkeit: Bei Nebenwirkungen wie Schwindel oder Sehstörungen ist das Führen von Fahrzeugen und Maschinen verboten.

Erektile Dysfunktion – Sie sind nicht allein

Potenzprobleme sind weit verbreitet und betreffen Männer jeden Alters in Deutschland. Neben körperlichen Ursachen spielen häufig auch seelische Belastungen, Stress oder Beziehungsprobleme eine Rolle. Es ist wichtig, über das Thema zu sprechen – mit dem Partner, dem Arzt oder einem Psychotherapeuten. Oft helfen schon kleine Veränderungen im Alltag, um das Selbstvertrauen zurückzugewinnen.

Was tun bei Überdosierung von Cialis?

  1. Sofortige Einnahme stoppen
  2. Notruf 112 wählen (bei schweren Symptomen wie Brustschmerz, anhaltender Erektion, Atemnot, Bewusstlosigkeit)
  3. Dem Rettungsdienst die eingenommene Menge und Uhrzeit mitteilen
  4. Keine Versuche der Selbstbehandlung unternehmen
  5. Bei Unsicherheit auch ohne Symptome ärztlichen Rat einholen

Eine Überdosierung kann zu schwerwiegenden Kreislaufproblemen, Priapismus und Organversagen führen.

Klinische Einschätzung von Dr. med. Markus Reinhardt: Wann ist Cialis die richtige Wahl?

Nach meiner klinischen Erfahrung ist Cialis dann besonders sinnvoll, wenn ein Patient flexible und langanhaltende Wirkung wünscht, beispielsweise bei häufigem oder spontanem Sexualleben. Männer, die unter erektiler Dysfunktion ohne schwere Herz- oder Kreislauferkrankungen leiden, profitieren häufig von der guten Verträglichkeit und der langen Wirkdauer. Auch für Patienten, bei denen eine tägliche niedrige Dosis zur Verbesserung der Lebensqualität beiträgt, stellt Tadalafil eine Option dar.

Weniger geeignet ist Cialis für Männer mit instabilen Herz-Kreislauf-Verhältnissen, schwerer Nieren- oder Leberinsuffizienz oder bei gleichzeitiger Einnahme von Nitraten. Auch bei ausgeprägten psychogenen Ursachen oder schweren neurologischen Erkrankungen sollte die Therapie überdacht und ggf. ergänzt werden. In diesen Fällen können andere medikamentöse oder nicht-medikamentöse Ansätze sinnvoller sein. Entscheidend ist stets eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung im ärztlichen Gespräch und die Bereitschaft, bei Bedarf die Therapie im Verlauf neu zu justieren.

FAQ – Häufige Fragen zu Cialis in Deutschland

Wie schnell wirkt Cialis und wie lange hält die Wirkung an?
Cialis wirkt in der Regel 30–60 Minuten nach Einnahme. Die Wirkung hält bis zu 36 Stunden an.
Brauche ich ein Rezept für Cialis in Deutschland?
Ja, Cialis ist in Deutschland verschreibungspflichtig und darf nur mit ärztlichem Rezept in Apotheken abgegeben werden.
Gibt es günstigere Alternativen zu Cialis?
Seit Patentablauf sind Generika mit dem Wirkstoff Tadalafil erhältlich. Diese sind günstiger und in vergleichbarer Qualität verfügbar, sofern sie von deutschen Apotheken abgegeben werden.
Welche Nebenwirkungen treten am häufigsten auf?
Typisch sind Kopfschmerzen, Gesichtsrötung und Rückenschmerzen. Schwerwiegende Nebenwirkungen wie Priapismus oder Sehstörungen sind selten, erfordern aber sofortige ärztliche Hilfe.
Kann ich Cialis und Viagra kombinieren?
Nein, eine Kombination mehrerer PDE-5-Hemmer ist gefährlich und erhöht das Risiko schwerer Nebenwirkungen.
Ist die Einnahme mit Alkohol möglich?
In kleinen Mengen ja, übermäßiger Alkohol kann jedoch die Wirkung abschwächen und Nebenwirkungen verstärken.
Woran erkenne ich gefälschte Tabletten?
Anbieter ohne Rezeptpflicht, sehr niedrige Preise, ungewohnte Verpackungen und fehlende Sicherheitsmerkmale sind verdächtig. Kaufen Sie ausschließlich in geprüften Apotheken!
Wie bewahre ich Cialis am besten auf?
Im Originalblister, trocken, bei Raumtemperatur und außerhalb der Reichweite von Kindern.
Beeinflusst Cialis die Zeugungsfähigkeit?
Aktuelle Studien zeigen keine negativen Effekte auf die männliche Fertilität, die Substanz ist jedoch nur zur Behandlung der Erektionsstörung zugelassen.
Wie läuft die Erstattung über die Krankenkasse?
Die Kosten werden in der Regel nicht von gesetzlichen Krankenkassen übernommen, Ausnahmen gelten bei bestimmten Diagnosen (z. B. nach Prostataoperation). Privatkassen erstatten nach Vertrag.

Literatur und Quellenangaben

  • European Medicines Agency (EMA): https://www.ema.europa.eu
  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): https://www.bfarm.de
  • PubMed: Aktuelle Studien zu Tadalafil, z.B. "Efficacy and Safety of Tadalafil in Men With Erectile Dysfunction" (Zugriff 2026): https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  • Deutsche Gesellschaft für Urologie: https://www.urologenportal.de
  • Deutsche Apotheker Zeitung (DAZ): "Cialis: Wirkmechanismus und klinische Anwendung" (Abruf 2026)
  • Offizielle Herstellerinformationen: Eli Lilly Deutschland GmbH
Dr. Markus Reinhardt
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Facharzt für Urologie · Klinischer pharmazeut · männergesundheit und erektile dysfunktion
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