Synthroid online in Deutschland
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Informationen über Synthroid
Kann Synthroid in Deutschland ohne Rezept erworben werden?
Nein, Synthroid (Wirkstoff: Levothyroxin) darf in Deutschland ausschließlich mit einem gültigen ärztlichen Rezept abgegeben werden. Der Bezug ohne Rezept – etwa über ausländische oder nicht verifizierte Online-Anbieter – ist illegal, risikobehaftet und kann zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen führen. Die Bundesopiumstelle sowie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) überwachen die Sicherheit und Legalität des Bezugs.
Wichtige Fakten zu Synthroid (Levothyroxin) auf einen Blick
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Wirkstoff | Levothyroxin-Natrium |
| Indikation | Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose), Hashimoto-Thyreoiditis, nach Schilddrüsenoperationen |
| Rezeptpflicht | Ja, in ganz Deutschland zwingend |
| Dosierung | Individuell; meist 25–200 µg täglich |
| Wirkungseintritt | Erste Effekte nach 7–14 Tagen, stabil nach ca. 4–6 Wochen |
| Häufigste Nebenwirkung | Herzklopfen, Unruhe, Schlaflosigkeit bei Überdosierung |
| Preis (Stand 2026, Deutschland) | ca. 12–25 € für 100 Tabletten (je nach Dosierung und Hersteller, Kassenleistung möglich) |
| Alternativen | L-Thyroxin (verschiedene Hersteller), Eferox, Euthyrox |
Achtung: Synthroid ist kein Lifestyle-Medikament und darf ausschließlich zur Therapie einer nachgewiesenen Schilddrüsenunterfunktion eingesetzt werden.
Was ist Synthroid und welche Besonderheiten gibt es in Deutschland?
Synthroid ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das in Deutschland zur Behandlung verschiedener Formen der Schilddrüsenunterfunktion eingesetzt wird. Der enthaltene Wirkstoff, Levothyroxin-Natrium, stellt ein künstlich hergestelltes Schilddrüsenhormon dar, das dem natürlichen Thyroxin (T4) des menschlichen Körpers entspricht.
- Synthroid ist ein sogenannter "Referenzwirkstoff" – andere Präparate mit Levothyroxin gelten als generisch oder alternativen Handelsnamen.
- Die Verfügbarkeit von Synthroid selbst kann von Region zu Region variieren. Häufig werden in Apotheken auch gleichwertige Alternativen wie L-Thyroxin Henning, Euthyrox oder Eferox angeboten.
In Deutschland unterliegen alle Levothyroxin-haltigen Produkte den gleichen gesetzlichen Vorschriften bezüglich Verschreibung, Erstattung und Apothekenpflicht. Die Auswahl des Präparates erfolgt nach ärztlicher Einschätzung, Verträglichkeit und ggf. Verfügbarkeit.
Wie wirkt Synthroid im Körper? (Pharmakologischer Mechanismus)
Levothyroxin, der Wirkstoff in Synthroid, ist ein Schilddrüsenhormon-Analogon. Im Körper wird es vor allem in der Leber, aber auch in anderen Organen, zum aktiven Stoff Liothyronin (T3) umgewandelt. Der Wirkstoff bindet dann an die sogenannten nukleären Thyroidrezeptoren in nahezu allen Körperzellen.
Dadurch werden zahlreiche Stoffwechselwege aktiviert:
- Steigerung des Energieumsatzes und Grundstoffwechsels
- Förderung von Zellwachstum und -differenzierung
- Regulierung von Herzfrequenz, Körpertemperatur, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel
- Beeinflussung der geistigen Leistungsfähigkeit und Stimmung
Vereinfacht: Synthroid ersetzt das fehlende Hormon bei einer Schilddrüsenunterfunktion und hält so den gesamten Organismus im gesunden Gleichgewicht.
Mythos vs. Realität:
Mythos: Synthroid wirkt sofort nach Einnahme.
Realität: Es dauert meist mehrere Wochen, bis die volle therapeutische Wirkung erreicht ist.
Expertenkommentar von Dr. med. Sebastian Hoffmann
Aus meiner täglichen Praxis weiß ich: Viele Patientinnen und Patienten unterschätzen, wie wichtig die exakte Einnahmezeit von Levothyroxin ist – am besten nüchtern, mindestens 30 Minuten vor dem Frühstück, immer zur gleichen Uhrzeit. Wer dies nicht beachtet, riskiert eine schwankende Wirkung und unbefriedigende Therapieergebnisse. Ein häufiger Fehler ist auch der eigenmächtige Wechsel auf ein anderes Präparat, etwa weil "die Tabletten nicht helfen" – dabei braucht es meist Geduld von 4–8 Wochen, bis die endgültige Wirkung spürbar ist. Mein Rat: Geduld haben, Einnahme-Rhythmus beibehalten und bei Unsicherheiten immer Rücksprache mit der behandelnden Ärztin/dem behandelnden Arzt halten!
Wie wird Synthroid richtig dosiert und angewendet?
- Standarddosierung
- Die übliche Anfangsdosis liegt bei Erwachsenen mit Hypothyreose zwischen 25 bis 50 µg täglich. Die Dosis wird im Abstand von 2–4 Wochen individuell anhand von Blutwerten (TSH, fT4, fT3) angepasst. Die Maximaldosis beträgt in der Regel 200 µg pro Tag – höhere Dosierungen sind selten und nur in Einzelfällen angezeigt.
- Anpassung bei älteren Menschen
- Ältere Menschen oder Patient:innen mit Herzerkrankungen erhalten meist eine niedrigere Startdosis (12,5–25 µg) und eine langsamere Steigerung, um kardiale Nebenwirkungen zu vermeiden.
- Verabreichung
- Synthroid sollte unzerkaut mit etwas Wasser – am besten morgens auf nüchternen Magen, mindestens 30 Minuten vor dem Frühstück – eingenommen werden. Das Teilen der Tablette ist möglich, sofern auf der Tablette eine Bruchkerbe vorhanden ist (bitte Packungsbeilage beachten).
- Wirkungseintritt & Dauer
- Die volle Wirkung stellt sich nach etwa 4–6 Wochen regelmäßiger Einnahme ein. Die Halbwertszeit beträgt ca. 7 Tage, sodass bei Auslassern keine sofortigen Beschwerden, aber langfristig eine Unterversorgung entstehen kann.
Wichtiger Hinweis: Eigenmächtige Dosisanpassungen sind gefährlich und führen oft zu schwerwiegenden Nebenwirkungen (z.B. Herzrhythmusstörungen, Osteoporose).
Welche Rolle spielen Ernährung, Alkohol und Lebensstil bei der Einnahme von Synthroid?
| Produkt/Lebensmittel | Kombinierbar? | Hinweis |
|---|---|---|
| Fettreiche Mahlzeiten | Nein (zeitgleich) | Verringern die Aufnahme, Einnahme daher immer nüchtern |
| Kaffee | Nein (zeitgleich) | Sollte frühestens 30 Minuten nach Einnahme getrunken werden |
| Milchprodukte | Nein (zeitgleich) | Calcium kann die Aufnahme mindern, Abstand von mindestens 4 Stunden empfohlen |
| Grapefruitsaft | Nein | Kann den Wirkspiegel unvorhersehbar beeinflussen, besser vermeiden |
| Alkohol | Mit Vorsicht | In kleinen Mengen unproblematisch, hoher Konsum kann Wirkung schwächen |
| Eisen-/Calciumpräparate | Nein (zeitgleich) | Abstand von mindestens 4 Stunden einhalten |
Kurz gesagt: Die zuverlässige Aufnahme von Levothyroxin ist nur möglich, wenn die Tablette nüchtern und mit ausreichend Wasser eingenommen wird. Lebensmittel wie Milch, Kaffee, ballaststoffreiche Kost oder Nahrungsergänzungsmittel mit Calcium/Eisen sollten für mehrere Stunden gemieden werden.
Wer darf Synthroid nicht einnehmen? (Kontraindikationen und Warnhinweise)
- Unbehandelte Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
- Akuter Herzinfarkt oder akute Myokarditis (Herzmuskelentzündung)
- Unbehandelte Nebennierenrindeninsuffizienz (Addison-Krise)
- Allergie gegen Levothyroxin oder einen sonstigen Bestandteil
- Stabile koronare Herzkrankheit, schwere Herzinsuffizienz
- Ältere Patienten mit erhöhtem Risiko für Herzrhythmusstörungen
- Unkontrollierter Bluthochdruck
- Schwangerschaft und Stillzeit (Dosisanpassung zwingend erforderlich!)
- Epilepsie (kann Anfallshäufigkeit erhöhen)
- Cholestyramin, Colestipol (senken Aufnahme, Abstand 4–5 Std.)
- Cumarinderivate (Gerinnungshemmer): Wirkung kann verstärkt werden
- Antidepressiva (z.B. Sertralin, Amitriptylin): Wechselwirkungen möglich
- Insulin/Antidiabetika: Dosisanpassung nötig
Erklärung: Schilddrüsenhormone können den Herzmuskel belasten – deshalb ist insbesondere nach einem Herzinfarkt eine Therapie frühestens nach Rücksprache und unter engmaschiger Kontrolle möglich.
Welche Nebenwirkungen treten bei Synthroid am häufigsten auf?
| Häufigkeit | Nebenwirkung | Erklärung/Maßnahme |
|---|---|---|
| Sehr häufig (>1/10) |
Herzklopfen, Ruhelosigkeit, Schlaflosigkeit | Meist bei Überdosierung; ärztliche Kontrolle, ggf. Dosis senken |
| Häufig (1/10–1/100) |
Gewichtsverlust, vermehrtes Schwitzen, Kopfschmerzen | Oft reversibel nach Dosisanpassung |
| Gelegentlich (1/100–1/1.000) |
Magen-Darm-Beschwerden (Durchfall, Übelkeit) | Tabletteneinnahme mit etwas Wasser, keine gleichzeitige Nahrungsaufnahme |
| Selten (1/1.000–1/10.000) |
Herzrhythmusstörungen, Angina pectoris | Sofort ärztliche Abklärung, ggf. Therapiepause |
| Sehr selten (<1/10.000) |
Allergische Reaktionen (Hautausschlag, Schwellung) | Sofort Notarzt (112) rufen |
Gut zu wissen: Die meisten Nebenwirkungen treten nur bei Überdosierung oder zu schneller Dosissteigerung auf. Wer Symptome wie Herzrasen, Unruhe oder anhaltenden Durchfall bemerkt, sollte die Ärztin/den Arzt kontaktieren und die Dosis überprüfen lassen.
Häufige Patientenfehler laut Dr. med. Sebastian Hoffmann
- Nicht-nüchterne Einnahme: Viele nehmen das Medikament zusammen mit Frühstück oder Kaffee ein, was die Wirkung drastisch abschwächen kann.
- Eigenmächtige Dosisänderungen: Bei Müdigkeit wird oft eigenständig die Dosis erhöht, ohne Laborwerte abzuwarten – das ist gefährlich!
- Wechsel zwischen verschiedenen Generika: Manche Apotheken geben je nach Lagerbestand unterschiedliche Präparate heraus. Auch geringe Unterschiede in Hilfsstoffen können Auswirkungen haben, weshalb ein Präparatwechsel mit der behandelnden Person besprochen werden sollte.
- Vergessen der Tabletteneinnahme: Eine vergessene Tablette wird manchmal doppelt genommen – das ist nicht sinnvoll. Besser: Am nächsten Tag wie gewohnt fortfahren.
- Unkritischer Kauf im Internet: Bestellungen über nicht zertifizierte Online-Anbieter bergen ein hohes Risiko für Fälschungen.
- Absetzen ohne ärztliche Rücksprache: Ein abruptes Absetzen kann zur erneuten Unterfunktion führen, mit teils schwerwiegenden Folgen.
Mein Tipp: Lassen Sie sich Ihr Präparat immer vom selben Hersteller verschreiben, nehmen Sie die Tablette stets nüchtern ein und besprechen Sie Unsicherheiten mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt.
Vergleich: Synthroid und Alternativen – Was passt zu wem?
| Präparat | Wirkstoff | Wirkungseintritt | Dauer | Preis (100 Tbl.) | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|
| Synthroid | Levothyroxin-Natrium | 7–14 Tage | 1 Tag (Halbwertszeit ≈ 7 Tage) | ca. 18–23 € | Referenzpräparat (Import); selten in jeder Apotheke |
| L-Thyroxin Henning | Levothyroxin-Natrium | 7–14 Tage | 1 Tag (Halbwertszeit ≈ 7 Tage) | ca. 12–18 € | Sehr verbreitet, viele Dosierungen, meist Kassenleistung |
| Euthyrox | Levothyroxin-Natrium | 7–14 Tage | 1 Tag (Halbwertszeit ≈ 7 Tage) | ca. 13–19 € | Speziell auch als Lösung für Kinder |
| Eferox | Levothyroxin-Natrium | 7–14 Tage | 1 Tag (Halbwertszeit ≈ 7 Tage) | ca. 12–17 € | Alternative, falls Unverträglichkeit auftritt |
- Alle genannten Präparate sind in Deutschland rezeptpflichtig.
- Der Wirkstoff ist jeweils identisch, Unterschiede ergeben sich v.a. in den Hilfsstoffen und der Tablettenform.
Häufig gestellte Fragen an Dr. med. Sebastian Hoffmann
- Frage: Muss ich Synthroid mein Leben lang einnehmen?
- Antwort: Bei einer dauerhaften Schilddrüsenunterfunktion (z.B. nach Schilddrüsenoperation oder Hashimoto) ist die lebenslange Einnahme meist notwendig. In seltenen Fällen – etwa bei vorübergehender Entzündung – kann die Therapie beendet werden. Sprechen Sie dies immer individuell mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt ab.
- Frage: Was passiert, wenn ich eine Dosis vergesse?
- Antwort: Lassen Sie die vergessene Dosis einfach aus und nehmen Sie am nächsten Tag die normale Menge ein. Auf keinen Fall eine doppelte Dosis nehmen.
- Frage: Kann ich bei der Einnahme von Synthroid Alkohol trinken?
- Antwort: In moderaten Mengen (z.B. ein Glas Wein) ist Alkoholkonsum in der Regel unproblematisch. Übermäßiger Konsum kann jedoch die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen und wird nicht empfohlen.
- Frage: Verträgt sich Synthroid mit anderen Medikamenten?
- Antwort: Viele Medikamente – insbesondere Eisen, Calcium, Colestyramin und bestimmte Antidepressiva – können die Wirkung beeinflussen. Informieren Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt über alle eingenommenen Präparate, auch rezeptfreie.
- Frage: Gibt es Unterschiede zwischen originalem Synthroid und Generika?
- Antwort: Der Wirkstoff ist identisch, die Hilfsstoffe können jedoch variieren. Bei Sensitivität oder Allergien sollte auf einen Hersteller festgelegt werden. Ein Wechsel sollte immer ärztlich überwacht werden.
- Frage: Ist die Einnahme während der Schwangerschaft sicher?
- Antwort: Ja, im Gegenteil: Eine optimale Einstellung ist gerade in der Schwangerschaft essenziell für Mutter und Kind. Die Dosis muss oft angepasst werden; eine engmaschige Kontrolle ist notwendig.
- Frage: Was tun bei Nebenwirkungen?
- Antwort: Bei Herzrasen, Nervosität oder anderen Beschwerden sollten Sie umgehend Ihre Ärztin/Ihren Arzt kontaktieren. Plötzliche schwere Symptome (Atemnot, Schwellung) sind ein Notfall – wählen Sie die 112!
- Frage: Kann Synthroid das Körpergewicht beeinflussen?
- Antwort: Bei korrekter Dosierung sollte sich Ihr Gewicht normalisieren. Eine zu hohe Dosis kann zu Gewichtsverlust, eine zu niedrige zu Gewichtszunahme führen.
Synthroid: Übersicht der wichtigsten Eigenschaften (Tabelle)
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Wirkstoff | Levothyroxin-Natrium |
| Indikation | Hypothyreose, Hashimoto-Thyreoiditis, Schilddrüsenkarzinom (adjuvant) |
| Rezeptpflicht | Ja |
| Tablettenstärken | 25, 50, 75, 100, 125, 150, 175, 200 µg |
| Eintritt Wirkung | nach 7–14 Tagen, Maximum nach 4–6 Wochen |
| Halbwertszeit | ca. 7 Tage |
| Metabolisierung | Leber, Niere (teilweise), periphere Gewebe |
| Besondere Hinweise | Immer nüchtern einnehmen, Wechsel von Präparaten vermeiden |
| Fahr- & Maschinenfähigkeit | Keine Einschränkung bei stabiler Dosierung |
So erhalten Sie Synthroid in Deutschland – Schritt-für-Schritt Anleitung
- Fachärztliche Diagnostik: Lassen Sie Ihre Schilddrüsenwerte (TSH, fT4, ggf. Ultraschall) durch eine Hausärztin/einen Hausarzt oder Endokrinologin/Endokrinologen überprüfen.
- Rezeptausstellung: Bei nachgewiesener Unterfunktion erhalten Sie ein grünes (gesetzlich versicherten) oder privates Rezept.
- Einlösen in der Apotheke: Geben Sie das Rezept persönlich in einer deutschen Apotheke oder bei einer zertifizierten Versandapotheke mit EU-Sicherheitslogo ab.
- Telemedizinische Möglichkeit: In einigen Bundesländern (z.B. Berlin, Hamburg, München) können Sie nach ärztlicher Untersuchung und Diagnosestellung auch ein E-Rezept per Telemedizin erhalten. Achten Sie hierbei auf anerkannte Plattformen (z.B. TeleClinic, Doktor.de).
- Kostenerstattung: Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für ein Standardpräparat bei nachgewiesener Indikation.
Warnung: Vermeiden Sie Angebote ohne Rezeptpflicht – das Risiko von Fälschungen, rechtlichen Problemen und gesundheitlichen Schäden ist extrem hoch.
Wie erkennt man Originalpräparate und vermeidet Fälschungen?
So sieht ein Original-Synthroid aus:
- Tablettenfarbe je nach Dosierung (z.B. gelb, rosa, weiß), konsistente Prägung mit Dosierungsangabe
- Blisterpackung mit Chargennummer, Verfallsdatum, Herstellerlogo (AbbVie oder Partner)
- Beipackzettel in deutscher Sprache, vollständige Adresse des Zulassungsinhabers
- Verpackung trägt ggf. das EU-Sicherheitslogo (grünes Kreuz) und/oder QR-Code zur Verifizierung
- Preis liegt in einem realistischen Rahmen (deutlich unter 10 € für 100 Tabletten ist verdächtig!)
Achtung: Sogenannte „Generika“ sind keine Fälschungen, sondern zugelassene Alternativen mit identischem Wirkstoff. Sie können unterschiedliche Hilfsstoffe enthalten und sind meistens günstiger.
Unterscheidung Original vs. Generika:
- Original Synthroid: Von AbbVie, selten direkt in Deutschland erhältlich, ggf. Import aus USA (nur über Apotheke mit Importgenehmigung).
- Generika (z.B. L-Thyroxin Henning, Euthyrox): In Deutschland Standard, gleichwertige Wirkung, andere Hilfsstoffe möglich.
- Patient:innen mit Allergien gegen bestimmte Trägerstoffe sollten auf die Zusammensetzung achten und ggf. ein Präparat ohne Laktose oder Farbstoff wählen.
Bei Unsicherheiten empfehlen Apotheken und Ärzt:innen, auf die Chargennummer und die sichere Herkunft zu achten. Im Zweifel Apotheker:in oder Ärzt:in ansprechen!
Vorgehen bei Überdosierung von Synthroid
- Setzen Sie die Tabletten sofort ab. Nehmen Sie keine weitere Dosis ein!
- Wählen Sie umgehend die 112 oder suchen Sie die nächste Notaufnahme auf, wenn Sie Symptome wie Herzrasen, Brustschmerzen, Atemnot oder Bewusstseinsveränderungen bemerken.
- Teilen Sie dem medizinischen Personal die genaue eingenommene Dosis und den Einnahmezeitpunkt mit.
- Bringen Sie die Medikamentenschachtel mit; dies erleichtert die Identifikation des Präparates.
- Weitere Maßnahmen werden im Krankenhaus, ggf. durch Aktivkohle oder symptomatische Therapie, eingeleitet.
Eine Überdosierung mit Levothyroxin ist potenziell lebensgefährlich!
Schilddrüsenerkrankungen und das psychische Wohlbefinden
Viele Patientinnen und Patienten empfinden die Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion zunächst als belastend. Das Wichtigste: Sie sind nicht allein – Schilddrüsenerkrankungen gehören zu den häufigsten hormonellen Störungen in Deutschland. Die korrekte Einstellung mit Synthroid oder einem Generikum führt in der Regel zu einer vollständigen Rückbildung der Symptome, auch im seelischen Bereich. Suchen Sie bei anhaltender Erschöpfung, Stimmungsschwankungen oder Ängsten das Gespräch mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder einer psychologischen Fachkraft.
Fachliche Einschätzung von Dr. med. Sebastian Hoffmann
Aus meiner langjährigen Erfahrung profitieren vor allem Personen mit ausgeprägter oder chronischer Schilddrüsenunterfunktion – beispielsweise nach einer Operation oder bei Hashimoto-Thyreoiditis – von einer konsequenten Therapie mit Levothyroxin (Synthroid oder Generika). Die Lebensqualität kann sich bei richtiger Dosierung nachhaltig und spürbar verbessern: Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und depressive Verstimmungen gehen zurück, Stoffwechsel und Kreislauf stabilisieren sich.
Allerdings ist Synthroid kein "Allheilmittel". Die individuelle Einstellung erfordert Geduld, regelmäßige Kontrollen und Disziplin bei der Einnahme. In seltenen Fällen sind Alternativen (etwa Kombinationstherapien oder bei Unverträglichkeit auf Hilfsstoffe) angezeigt. Wer eine stabile Schilddrüsenfunktion bei guter Verträglichkeit erreicht, sollte nicht leichtfertig das Präparat wechseln oder pausieren. Die Therapie ist sicher, wenn sie ärztlich überwacht wird – und unverzichtbar für Menschen ohne eigene Schilddrüsenproduktion.
FAQ: Die häufigsten Fragen rund um Synthroid
- Wie lange dauert es, bis Synthroid wirkt?
- Die ersten Verbesserungen spüren Sie meist nach 7–14 Tagen, die volle Wirkung tritt nach etwa 4–6 Wochen ein.
- Brauche ich für Synthroid immer ein Rezept?
- Ja, in Deutschland ist ein ärztliches Rezept zwingend notwendig. Kauf ohne Rezept ist illegal und gefährlich.
- Was kostet Synthroid in Deutschland?
- Der Preis liegt zwischen 12–25 € für 100 Tabletten, abhängig von der Dosierung und ob es sich um Original oder Generikum handelt. Kassen erstatten in der Regel Generika.
- Kann ich Synthroid über eine Versandapotheke beziehen?
- Ja, aber nur über zertifizierte deutsche Versandapotheken mit EU-Logo und gültigem Rezept. Niemals bei Anbietern ohne Erlaubnis kaufen!
- Wie nehme ich Synthroid richtig ein?
- Morgens nüchtern, mindestens 30 Minuten vor dem Frühstück, mit Wasser. Keine gleichzeitige Einnahme mit Kaffee, Milch oder Nahrungsergänzungsmitteln.
- Gibt es relevante Wechselwirkungen?
- Ja, v.a. mit Calcium-, Eisenpräparaten, Cholestyramin und bestimmten Psychopharmaka. Immer den Arzt informieren!
- Kann Synthroid auch in der Schwangerschaft eingenommen werden?
- Ja, es ist sogar wichtig für die gesunde Entwicklung des Kindes. Die Dosis muss oft angepasst werden.
- Was tun, wenn ich empfindlich auf Hilfsstoffe reagiere?
- Besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin, es gibt meist Alternativen ohne bestimmte Hilfsstoffe (z.B. laktosefrei).
- Ist Synthroid für Kinder geeignet?
- Ja, bei entsprechender Indikation. Die Dosierung wird individuell vom Kinderarzt/fachärztin festgelegt.
- Was ist bei Reisen mit Synthroid zu beachten?
- Tabletten im Handgepäck, in Originalverpackung mitnehmen. Bei Auslandsreisen ggf. ärztliche Bescheinigung mitführen.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): https://www.bfarm.de/
- Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA): https://www.ema.europa.eu/
- Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie: https://www.endokrinologie.net/
- Deutsches Ärzteblatt, 2023: Schilddrüsenunterfunktion – Therapieempfehlungen und Dosierungsfragen
- PubMed – aktuelle Studien zu Levothyroxin: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/
- Mayo Clinic: Levothyroxine – Mayo Clinic
- Offizielle Packungsbeilage Synthroid (AbbVie): https://www.synthroid.com/
Preis
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- 100 Pillen - 38.60 €
- 200 Pillen - 61.77 €
- 100 Pillen - 47.18 €
- 200 Pillen - 75.50 €
- 100 Pillen - 55.76 €
- 200 Pillen - 89.23 €
- 100 Pillen - 64.34 €
- 200 Pillen - 102.95 €
- 100 Pillen - 65.20 €
- 200 Pillen - 104.67 €
- 100 Pillen - 82.36 €
- 200 Pillen - 132.13 €
Wichtiger medizinischer Hinweis : Die Informationen auf dieser Website dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Auch wenn ein Produkt ohne Rezept erhältlich ist, sollten die Anwendungshinweise sorgfältig gelesen und die empfohlene Dosierung eingehalten werden. Bei Nebenwirkungen, Gegenanzeigen oder Fragen zur Behandlung wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.