Symmetrel online in Deutschland
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Informationen über Symmetrel
Symmetrel (Amantadin) – Umfassender Leitfaden für Deutschland 2026
Benötige ich ein Rezept für Symmetrel in Deutschland?
Ja, Symmetrel (Amantadin) ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Der Erwerb ohne ärztliches Rezept ist illegal und kann zu strafrechtlichen Konsequenzen führen. Eine ärztliche Verordnung schützt Sie vor gefährlichen Wechselwirkungen, Überdosierung und Fälschungen. Der Verkauf außerhalb zugelassener Apotheken – etwa über internationale Webseiten ohne deutsches Rezept – ist verboten.
Symmetrel – Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
| Eigenschaft | Details |
|---|---|
| Wirkstoff | Amantadin |
| Indikation | Morbus Parkinson, Parkinson-Syndrome, Prophylaxe und Behandlung der Influenza A (seltener Einsatz) |
| Wirkmechanismus | Dopaminagonist, NMDA-Antagonist, Hemmung der Virusreplikation |
| Rezeptpflicht | Ja (ärztliches Rezept zwingend erforderlich) |
| Verfügbarkeit | Apothekenpflichtig, auch bei geprüften Online-Apotheken mit Rezept |
| Preis (2026) | Ca. 35–54 € für 50 Tabletten (je nach Hersteller und Packungsgröße) |
| Häufigste Nebenwirkung | Unruhe, Schlaflosigkeit, Schwindel |
| Wichtigste Kontraindikation | Schwere Niereninsuffizienz, akute Psychosen |
Wie wirkt Symmetrel (Amantadin) im Körper?
Symmetrel enthält den Wirkstoff Amantadin, der mehrere Angriffspunkte im menschlichen Körper besitzt. Amantadin wird überwiegend zur Behandlung von Parkinson-Syndromen eingesetzt, seltener zur Influenza-Prophylaxe oder -Therapie.
- Zentrale Wirkung auf das dopaminerge System: Amantadin wirkt als indirekter Dopaminagonist. Es fördert die Freisetzung von Dopamin im Gehirn, hemmt dessen Wiederaufnahme und blockiert die Funktion von N-Methyl-D-Aspartat-(NMDA)-Rezeptoren. Dadurch werden Bewegungsstörungen wie Rigor und Tremor bei Parkinson gemindert (PubMed).
- Antiviraler Effekt: Amantadin hemmt das sogenannte M2-Ionenkanalprotein des Influenza-A-Virus. Dadurch wird die Freisetzung des Virusgenoms in die Wirtszelle verhindert. Aufgrund der resistenten Virusstämme ist dieser Effekt heute weniger relevant (EMA).
Vereinfacht gesagt: Symmetrel wirkt wie ein „Verstärker“ für Dopamin im Gehirn und kann das Fortschreiten typischer Parkinson-Symptome wie Steifigkeit oder Zittern verlangsamen. Es blockiert auch bestimmte „Störsignale“ (NMDA-Rezeptoren), die bei Morbus Parkinson überaktiv sind.
Die Wirkung setzt meist innerhalb von 48 bis 72 Stunden nach Therapiebeginn ein. Voraussetzung für den Effekt ist eine Restfunktion des dopaminergen Systems.
Expertenkommentar von Dr. med. Sebastian Hoffmann
In meiner Praxis erlebt die Behandlung mit Symmetrel bei Morbus Parkinson einen festen Stellenwert – insbesondere bei Patienten, die unter ausgeprägter Hypokinese oder Freezing-Episoden leiden. Viele unterschätzen jedoch, wie sensibel die Dosierung an individuelle Bedürfnisse angepasst werden muss. Besonders häufig beobachte ich, dass Patienten eigenmächtig die Einnahme absetzen, sobald Nebenwirkungen wie Unruhe oder Schlafstörungen auftreten. Wichtiger Rat: Dosierungsänderungen dürfen ausschließlich nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen! Auch die Wechselwirkungen mit anderen Parkinsonmitteln (z. B. Levodopa) werden oft unterschätzt. Ein strukturierter Einnahmeplan und regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion, speziell bei älteren Menschen, sind entscheidend für eine sichere Therapie.
Wie wird Symmetrel eingenommen? – Dosierung und Einnahmehinweise
- Empfohlene Anfangsdosis
- Meist 1 x 100 mg täglich, Steigerung auf 2 x 100 mg pro Tag nach 1 Woche möglich
- Maximale Tagesdosis
- 200 mg (in Ausnahmefällen und nur nach ärztlicher Anweisung bis zu 400 mg bei starker Symptomatik, aber mit erhöhtem Nebenwirkungsrisiko)
- Einnahmezeitpunkt
- Morgens und mittags (spätes Einnehmen kann Schlafstörungen verstärken)
- Tablettenteilung
- Die meisten Symmetrel-Tabletten sind teilbar (Bruchrille), genaue Angaben hierzu sind der Packungsbeilage und dem Präparat zu entnehmen.
- Niereninsuffizienz
- Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist eine deutliche Dosisreduktion bzw. Verlängerung des Einnahmeintervalls erforderlich (BfArM).
- Kinder und Jugendliche
- Symmetrel ist nicht für Kinder unter 18 Jahren zugelassen, außer bei bestimmten Indikationen und auf ausdrückliche ärztliche Verordnung.
Wichtig: Niemals abrupt absetzen! Ein plötzliches Absetzen kann zu einer raschen Verschlechterung der Parkinsonsymptome und in Einzelfällen zu einem malignen neuroleptischen Syndrom führen.
Symmetrel und Ernährung, Alkohol sowie Lebensstil – Was ist zu beachten?
- Mit oder ohne Nahrung? Symmetrel sollte mit ausreichend Flüssigkeit und vorzugsweise zu den Mahlzeiten eingenommen werden, um Magenbeschwerden zu vermeiden.
- Fettreiche Kost: Hat keinen relevanten Einfluss auf die Aufnahme des Medikaments.
- Alkohol: Der gleichzeitige Konsum ist nicht empfohlen. Alkohol kann zentralnervöse Nebenwirkungen wie Schwindel und Verwirrtheit verstärken. Eine Obergrenze von 0 Gramm pro Tag ist als medizinisch sicher anzusehen.
- Grapefruitsaft: Bislang keine klinisch relevanten Wechselwirkungen bekannt, dennoch im Zweifel Rücksprache mit dem Arzt halten.
- Freizeitaktivitäten: Symmetrel kann die Reaktionsfähigkeit beeinflussen. Autofahren und das Bedienen von Maschinen sollten unter Einnahme – vor allem zu Therapiebeginn – vermieden werden.
Wer darf Symmetrel nicht einnehmen? – Absolute und relative Gegenanzeigen
| Typ | Bedingung | Erklärung |
|---|---|---|
| Absolut | Schwere Niereninsuffizienz (GFR < 30 ml/min) | Gefahr der Kumulation und lebensgefährlicher Nebenwirkungen |
| Absolut | Akute Psychosen / unbehandelte Psychiatrische Störungen | Symmetrel kann Wahnvorstellungen oder Halluzinationen verstärken |
| Absolut | Bekannte Überempfindlichkeit gegen Amantadin oder Hilfsstoffe | Allergische Reaktionen möglich |
| Relativ | Epilepsie | Krampfschwelle kann gesenkt werden |
| Relativ | Schwere Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern | Risiko für Rhythmusstörungen erhöht; nur unter engmaschiger Kontrolle anwenden |
| Relativ | Engwinkelglaukom | Symmetrel wirkt anticholinerg und kann Augeninnendruck erhöhen |
| Relativ | Schwangerschaft und Stillzeit | Nur bei zwingender Indikation und unter Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt |
Nicht einnehmen nach frischem Herzinfarkt (weniger als 3 Monate her), bei dekompensierter Leberzirrhose oder schwerer Störung des Salzhaushalts.
Welche Nebenwirkungen sind bei Symmetrel besonders häufig?
| Häufigkeit | Beschreibung | Möglicher Mechanismus |
|---|---|---|
| Sehr häufig (>1/10) | Unruhe, Schlafstörungen, Mundtrockenheit | Dopaminsteigerung im ZNS |
| Häufig (1/10–1/100) | Schwindel, Übelkeit, Ödeme (v. a. Knöchel), Konzentrationsstörungen | Beeinflussung zentralnervöser Prozesse und Natriumretention |
| Gelegentlich (1/100–1/1.000) | Sehstörungen, Hautausschlag, Herzrhythmusstörungen | Anticholinerge Effekte, QT-Verlängerung |
| Selten (1/1.000–1/10.000) | Halluzinationen, Krampfanfälle, schwere allergische Reaktionen | Dopaminerges Überangebot, Immunreaktion |
| Sehr selten (<1/10.000) | Livido reticularis (netzartige Hautverfärbung), Nierenversagen | Gefäßreaktionen, Amantadin-Kumulation |
Richtige Reaktion bei Nebenwirkungen: Treten schwere Symptome (z. B. Herzrasen, Halluzinationen, allergische Hautreaktionen) auf, sofort die Einnahme beenden und den Arzt oder Notarzt verständigen. Bei leichteren Beschwerden Rücksprache mit dem behandelnden Arzt – eigenmächtige Dosierungsänderungen vermeiden.
Häufige Patientenfehler – Beobachtungen aus der Praxis
- Eigenständige Dosisanpassung: Viele Patienten erhöhen oder verringern die Tablettenmenge ohne ärztliche Rücksprache – das birgt erhebliche Risiken für Nebenwirkungen oder Wirkverlust.
- Absetzen bei leichten Nebenwirkungen: Unruhe oder leichte Schlafstörungen führen oft zum Abbruch. Besser: Arzt informieren, da eine Anpassung der Einnahmezeiten meist genügt.
- Unregelmäßige Einnahmezeiten: Schwankende Einnahmezeiten führen zu Therapiefluktuationen mit Verschlechterung der Symptome.
- Vergessen der Nierenkontrolle: Bei älteren Patienten wird die eingeschränkte Nierenfunktion häufig übersehen. Hier ist eine engmaschige Kontrolle und ggf. Anpassung der Dosis essenziell.
- Missachtung von Wechselwirkungen: Einnahme weiterer Parkinsonmedikamente oder Psychopharmaka ohne Rücksprache kann zu unerwarteten Effekten führen.
- Fehler bei der Tablettenteilung: Tabletten ohne Bruchrille dürfen nicht geteilt werden. Gefahr einer Über- oder Unterdosierung!
Vergleich: Symmetrel und Alternativen – Wirkung, Nebenwirkungen, Kosten
| Parameter | Symmetrel (Amantadin) | Levodopa/Carbidopa | Pramipexol |
|---|---|---|---|
| Wirkmechanismus | Dopaminfreisetzung, NMDA-Antagonist | Dopaminvorstufe | Dopaminagonist |
| Wirkbeginn | 48–72 Stunden | 30–60 Minuten | 1–2 Stunden |
| Dauer der Wirkung | 8–12 Stunden | 4–6 Stunden | 6–8 Stunden |
| Sehr häufige Nebenwirkungen | Unruhe, Schlaflosigkeit | Übelkeit, Dyskinesien | Schläfrigkeit, Impulskontrollstörung |
| Preis (2026, DE) | ca. 0,70–1,10 €/Tablette | ca. 0,55–0,95 €/Tablette | ca. 1,30–1,70 €/Tablette |
| Erstattung | In der Regel Kassenleistung | Kassenleistung | Kassenleistung |
| Vorteil | Gut als Zusatz zu anderen Parkinsonmitteln | Sehr wirksam, Standardtherapie | Nützlich bei jüngeren Patienten |
| Nachteil | Schlafstörungen, Psychosen möglich | Längere Einnahme: Dyskinesierisiko | Impulsivität, plötzliche Einschlafattacken |
Fazit: Symmetrel eignet sich besonders als Zusatztherapie oder bei speziellen Symptomen wie Freezing. Für die Standardbehandlung werden weiterhin Levodopa-Präparate bevorzugt eingesetzt. Die Kosten unterscheiden sich moderat – werden aber meist von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.
Fragen, die Dr. med. Sebastian Hoffmann häufig gestellt werden
- Kann ich Symmetrel zusammen mit meinen anderen Parkinsonmedikamenten einnehmen?
- In vielen Fällen ja, aber Wechselwirkungen sind möglich (z. B. mit Levodopa oder MAO-B-Hemmern). Bitte bringen Sie stets alle Ihre Medikationslisten zum Termin mit, damit wir gemeinsam Risiken abwägen und ggf. die Dosis anpassen.
- Was mache ich, wenn ich eine Einnahme vergessen habe?
- Nehmen Sie die vergessene Dosis so bald wie möglich ein, es sei denn, die nächste reguläre Einnahme steht kurz bevor. In diesem Fall nicht doppelt dosieren – fahren Sie mit dem normalen Plan fort.
- Kann ich unter Symmetrel Auto fahren?
- Gerade zu Therapiebeginn oder bei Dosisanpassungen kann das Reaktionsvermögen deutlich eingeschränkt sein. Prüfen Sie selbstkritisch Ihre Fahrtüchtigkeit und besprechen Sie Risiken mit mir oder Ihrem Neurologen.
- Wie lange kann ich Symmetrel ohne Pause einnehmen?
- Bei guter Verträglichkeit ist eine Dauertherapie über Jahre möglich. Wichtig ist eine regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion und eine Überprüfung auf Nebenwirkungen im Verlauf.
- Ist Symmetrel sicher im höheren Alter?
- Im Alter steigt das Risiko für Nebenwirkungen und Kumulationen, vor allem bei Nierenfunktionsstörungen. Eine individuelle Dosisanpassung und engmaschige Überwachung sind hier besonders wichtig.
- Darf ich Symmetrel während einer Grippe einnehmen?
- Symmetrel wird seit Jahren nur noch selten zur Grippebehandlung eingesetzt, da viele Virusstämme resistent sind. Bitte keine Selbstmedikation – sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt.
- Was tun bei starker Müdigkeit unter Symmetrel?
- Sprechen Sie mich unbedingt darauf an. Manchmal hilft eine Anpassung der Einnahmezeit, gelegentlich muss aber auch das Präparat gewechselt werden.
Symmetrel – Wichtige Kennzahlen auf einen Blick (Tabelle)
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Wirkstoff | Amantadin |
| Anfangsdosis | 1 x 100 mg/Tag |
| Maximale Tagesdosis | 200–400 mg |
| Wirkbeginn | 48–72 Stunden |
| Halbwertszeit | 15–17 Stunden (verlängert bei Niereninsuffizienz) |
| Metabolisierung | Kein signifikanter Leberstoffwechsel, hauptsächlich unverändert über die Niere ausgeschieden |
| Rezeptpflicht | Ja (verschreibungspflichtig) |
| Preis | ca. 35–54 € pro 50 Tabletten |
Schritt-für-Schritt: So erhalten Sie Symmetrel legal in Deutschland
- Fachärztliche Beratung: Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Neurologen oder Hausarzt. In vielen Regionen bieten auch digitale Gesundheitszentren (z. B. in Berlin, Hamburg oder München) und telemedizinische Dienste eine Beratung via Video an.
- Medizinische Bewertung: Ihr Arzt prüft, ob Symmetrel für Sie geeignet ist – hierzu zählen Anamnese, Laborwerte (v. a. Nierenfunktion) und gegebenenfalls weitere Untersuchungen.
- Rezeptausstellung: Bei Eignung erhalten Sie ein Kassen- oder Privatrezept – dies kann auch elektronisch erfolgen (E-Rezept).
- Einlösung in der Apotheke: Das Rezept kann in jeder örtlichen Apotheke oder bei einer zertifizierten deutschen Online-Apotheke (Achten Sie auf das EU-Sicherheitslogo!) eingelöst werden. Versandapotheken sind verpflichtet, das Originalrezept bzw. das E-Rezept zu prüfen.
- Abholung oder Lieferung: Bei stationären Apotheken erhalten Sie das Medikament sofort. Online können Sie meist mit 1–2 Werktagen Lieferzeit rechnen.
- Regelmäßige Kontrolle: Lassen Sie Ihre Therapie, insbesondere bei Veränderungen Ihres Gesundheitszustands, in regelmäßigen Abständen ärztlich überprüfen.
Rechtslage: Symmetrel online kaufen – Was ist in Deutschland erlaubt?
- Nur mit Rezept legal: Symmetrel darf in Deutschland ausschließlich gegen Vorlage eines gültigen ärztlichen Rezepts abgegeben werden.
- Vertrauenswürdige Online-Apotheken: Achten Sie auf das EU-Logo (weiße Kreuz auf grünem Feld) und die Registrierung im Versandapothekenregister beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM).
- Risiken bei illegalen Anbietern: Kauf auf nicht verifizierten Plattformen birgt erhebliche Risiken (Fälschungen, Wirkverlust, strafrechtliche Konsequenzen, keine Haftung im Schadensfall).
- Zoll und Einfuhr: Das Bestellen aus dem Ausland ohne Rezept kann zur Beschlagnahmung und Anzeige führen.
Rezeptpflicht dient Ihrem Schutz! Sie minimieren das Risiko für schwere Nebenwirkungen, Überdosierungen und gefälschte Medikamente.
Original oder Fälschung? So erkennen Sie echtes Symmetrel
- Verpackung: Original-Symmetrel wird in Deutschland ausschließlich in stabilen Faltschachteln mit klarer Herstelleradresse, Chargennummer und Verfallsdatum ausgeliefert.
- Tabletten: Weiße, runde Tabletten mit Bruchrille; Prägung variiert je nach Hersteller.
- Sicherheitsmerkmale: Seit 2019 verfügen die meisten Packungen über einen QR-Code bzw. ein Sicherheitsetikett, das in der Apotheke elektronisch geprüft wird (Fälschungsschutz gemäß EU-Fälschungsschutzrichtlinie).
- Preis: Ein auffällig niedriger Preis (< 0,50 €/Tablette) ist ein Warnsignal für Fälschungen oder ausländische, nicht zugelassene Ware.
- Beipackzettel: Muss auf Deutsch verfasst sein und die Zulassungsnummer des BfArM enthalten.
Wichtiger Tipp: Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihre Apotheke vor Ort – diese kann jedes Präparat anhand der Chargennummer und des QR-Codes überprüfen.
Original vs. Generika: Was sollten Sie wissen?
Seit dem Patentablauf von Symmetrel sind in Deutschland mehrere Generika mit Amantadin verfügbar (z. B. von HEXAL, Ratiopharm). Sie enthalten denselben Wirkstoff in gleicher Dosierung, können aber unterschiedliche Hilfsstoffe (z. B. Laktose, Farbstoffe) aufweisen. Vorteile von Generika sind:
- Gleiche Wirksamkeit laut Arzneimittelgesetz und Studien (BfArM).
- Häufig günstiger (z. B. 20–30 % unter Originalpreis).
- Kassenleistung: In der Regel bevorzugen gesetzliche Krankenkassen Generika, sofern keine medizinisch begründete Ausnahme vorliegt (z. B. Unverträglichkeit bestimmter Hilfsstoffe).
Achtung: Bei bekannten Allergien gegen bestimmte Zusatzstoffe informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, damit das richtige Präparat gewählt werden kann.
Pharmakokinetik: Aufnahme, Verstoffwechselung und Ausscheidung von Symmetrel
- Resorption: Amantadin wird nach oraler Gabe zu über 85 % aus dem Dünndarm aufgenommen, maximale Serumkonzentration nach ca. 2–4 Stunden.
- Verstoffwechselung: Praktisch keine relevante Lebermetabolisierung. Hauptsächlich unverändert im Blutkreislauf.
- Ausscheidung: Über 90 % werden unverändert über die Niere ausgeschieden. Bei eingeschränkter Nierenfunktion deutlich verlängerte Halbwertszeit!
- Halbwertszeit: 15–17 Stunden (bei Niereninsuffizienz bis zu 7 Tage).
Praktische Bedeutung: Ältere Patienten und Menschen mit Nierenproblemen benötigen eine angepasste Dosis und längere Einnahmeabstände, um eine Überdosierung zu vermeiden.
Symmetrel bei besonderen Patientengruppen
- Ältere Menschen: Erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen (v. a. Verwirrtheit, Halluzinationen, Wassereinlagerungen); Start mit niedriger Dosis und langsame Steigerung empfohlen.
- Patienten mit Niereninsuffizienz: Deutliche Dosisanpassung oder alternative Therapie erwägen!
- Schwangere und Stillende: Daten zur Sicherheit sind begrenzt; Anwendung nur bei zwingender Indikation und unter strenger ärztlicher Kontrolle.
- Fahr- und Maschinenfähigkeit: Besonders zu Beginn der Therapie oder bei Dosiserhöhung kann die Aufmerksamkeit reduziert sein. Teilnahme am Straßenverkehr nur nach individueller Einschätzung und ärztlichem Rat.
- Familienplanung/Fertilität: Keine Hinweise auf Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit, dennoch bei Kinderwunsch Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten.
Was tun bei Überdosierung? – Handlungsanleitung
- Symmetrel sofort absetzen.
- Notruf wählen (112) und die genaue eingenommene Menge mitteilen.
- Packung und Beipackzettel bereithalten; ärztliches Team informieren.
- Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes nicht selbst Erbrechen auslösen!
- Typische Symptome einer Überdosierung: Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle, schwere Herzrhythmusstörungen, Halluzinationen.
Im Zweifel immer sofort ärztliche Hilfe suchen – Überdosierungen können lebensbedrohlich sein!
Psychologische Aspekte und Unterstützung
Parkinson und andere chronische Erkrankungen sind keine Seltenheit – Sie sind damit nicht allein! Symptome wie Bewegungsstörungen, Antriebslosigkeit oder Stimmungsschwankungen haben oft auch psychische Ursachen. Scheuen Sie sich nicht, Unterstützung bei Ärzten, Psychotherapeuten oder Selbsthilfegruppen in Anspruch zu nehmen. Ein offenes Gespräch mit Angehörigen kann Belastungen lindern.
Mythos vs. Realität: Was viele über Symmetrel falsch verstehen
- Mythos: Symmetrel wirkt sofort und bei jedem gleich gut.
- Realität: Die Wirkung setzt meist erst nach 2–3 Tagen ein und ist abhängig vom individuellen Krankheitsbild sowie der Restfunktion des dopaminergen Systems.
- Mythos: Die Einnahme ist auch ohne Rezept harmlos.
- Realität: Ohne ärztliche Kontrolle besteht ein erhebliches Risiko für gefährliche Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.
- Mythos: Generika sind schlechter als das Original.
- Realität: Die Wirksamkeit ist nachgewiesen identisch – Unterschiede ergeben sich meist nur in den Hilfsstoffen.
Fachmeinung von Dr. med. Sebastian Hoffmann
Aus meiner langjährigen Erfahrung profitieren vor allem Parkinsonpatienten mit ausgeprägter Hypokinese, Freezing oder Therapieschwankungen unter Levodopa von Symmetrel. Besonders als Ergänzung zu Standardmedikamenten wie Levodopa ist Amantadin oft hilfreich, insbesondere wenn Dyskinesien auftreten oder andere Wirkstoffe nicht mehr ausreichen. Wichtig ist jedoch die differenzierte Abwägung zwischen Nutzen und Risiken: Bei älteren Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und bei vorbestehenden psychischen Erkrankungen setze ich die Therapie mit großer Zurückhaltung ein. Auch sollte bei vermehrten Nebenwirkungen frühzeitig auf Alternativen gewechselt werden. In bestimmten Fällen – etwa bei starker Müdigkeit, Halluzinationen oder schweren Herzrhythmusstörungen – ist ein Wechsel zu anderen Wirkstoffen wie Pramipexol oder ein Therapieversuch mit nicht-medikamentösen Maßnahmen (Physiotherapie, Ergotherapie) sinnvoll. Symmetrel bleibt ein wichtiges Instrument, aber kein Allheilmittel. Eine enge ärztliche Begleitung ist entscheidend für den sicheren Erfolg.
Häufige Fragen (FAQ)
- Wie schnell wirkt Symmetrel?
- Die Wirkung beginnt in der Regel nach 2–3 Tagen regelmäßiger Einnahme. Die maximale Wirkung wird meist nach 1–2 Wochen erreicht.
- Ist Symmetrel auch ohne Rezept erhältlich?
- Nein, Symmetrel ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Ein Erwerb ohne Rezept ist illegal und birgt Gesundheitsrisiken.
- Wie viel kostet Symmetrel in Deutschland?
- Die Preise liegen 2026 bei etwa 35–54 € für 50 Tabletten. Die Kosten werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen, sofern eine Indikation vorliegt.
- Welche Nebenwirkungen sind zu erwarten?
- Sehr häufig sind Unruhe, Schlaflosigkeit und Mundtrockenheit. Schwere Nebenwirkungen sind selten, verlangen aber eine sofortige ärztliche Abklärung.
- Darf ich während der Einnahme von Symmetrel Alkohol konsumieren?
- Davon wird abgeraten, da Alkohol die Nebenwirkungen verstärken kann. Im Zweifel gilt: Kein Alkohol unter Therapie.
- Kann Symmetrel dauerhaft eingenommen werden?
- Ja, bei tolerabler Verträglichkeit und unter regelmäßiger ärztlicher Kontrolle ist eine Langzeitbehandlung möglich.
- Wie erkenne ich eine Fälschung?
- Achten Sie auf Verpackung, Chargennummer, deutsche Beipackzettel und prüfen Sie das Sicherheitsmerkmal (QR-Code, Hologramm). Im Zweifel in der Apotheke prüfen lassen.
- Ist Symmetrel für Kinder oder Jugendliche geeignet?
- Nur in Ausnahmefällen und auf ausdrückliche ärztliche Anweisung. Für Parkinson sind Kinder generell ausgeschlossen.
Quellen & Literatur
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Arzneimitteldatenbank Symmetrel. Zugriff am 21.06.2026. https://www.bfarm.de/
- Europäische Arzneimittelagentur (EMA), Fachinformation Amantadin. Zugriff am 21.06.2026. https://www.ema.europa.eu/
- Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), Leitlinie Morbus Parkinson, 2025. Zugriff am 21.06.2026. https://dgn.org/
- PubMed – Amantadine in Parkinson’s Disease: Results from Recent Clinical Trials. Zugriff am 21.06.2026. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/
- Weltgesundheitsorganisation (WHO), Essential Medicines List. Zugriff am 21.06.2026. https://www.who.int/
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Wichtiger medizinischer Hinweis : Die Informationen auf dieser Website dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Auch wenn ein Produkt ohne Rezept erhältlich ist, sollten die Anwendungshinweise sorgfältig gelesen und die empfohlene Dosierung eingehalten werden. Bei Nebenwirkungen, Gegenanzeigen oder Fragen zur Behandlung wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.