Levofloxacin online in Deutschland

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Informationen über Levofloxacin

Geschätzte Lesezeit: 15 min
Veröffentlicht : 23.05.2026 Aktualisiert : 22.06.2026 Medizinisch geprüft : 27.05.2026
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzt nicht die ärztliche Beratung. Die Einnahme von Medikamenten – insbesondere Antibiotika wie Levofloxacin – darf nur nach Rücksprache mit einem Arzt erfolgen. Eigenmedikation kann lebensgefährlich sein.

Levofloxacin in Deutschland: Verschreibung, Sicherheit, Wirkung und Anwendung

Kann man Levofloxacin ohne Rezept in Deutschland bekommen?

Levofloxacin ist in Deutschland streng verschreibungspflichtig. Ohne ein gültiges ärztliches Rezept darf dieses Antibiotikum weder in Apotheken vor Ort noch in zugelassenen Online-Apotheken abgegeben werden. Jeglicher Erwerb ohne Rezept ist illegal und birgt erhebliche Gesundheitsrisiken.

Kernaussagen zu Levofloxacin auf einen Blick

  • Levofloxacin wird bei schweren bakteriellen Infektionen eingesetzt, wenn andere Antibiotika nicht (mehr) wirksam sind.
  • Eine ärztliche Verordnung ist in Deutschland zwingend erforderlich.
  • Sichtbare Besserung tritt meist innerhalb von 24–72 Stunden nach Therapiebeginn ein, vollständige Erholung kann Tage bis Wochen dauern.
  • Schwerwiegende Nebenwirkungen sind möglich; ärztliche Überwachung und sofortige Rücksprache bei ungewöhnlichen Beschwerden sind unerlässlich.
  • Levofloxacin kann mit bestimmten Lebensmitteln, Medikamenten und Alkohol Wechselwirkungen eingehen. Befolgen Sie die ärztlichen Hinweise genau.
  • Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie Herz-, Nieren- oder Leberprobleme haben oder andere Medikamente einnehmen.

Wie wirkt Levofloxacin im Körper? Pharmakologischer Hintergrund und Wirkprinzip

Levofloxacin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Fluorchinolone. Es wirkt, indem es die Enzyme DNA-Gyrase und Topoisomerase IV in Bakterien hemmt. Diese Enzyme sind entscheidend für den Aufbau und die Replikation der bakteriellen DNA. Wird dieser Prozess blockiert, können sich die Bakterien nicht mehr vermehren und sterben ab.

Vereinfacht gesagt: Levofloxacin blockiert das „Kopierzentrum“ der Bakterien, sodass sie sich nicht mehr teilen und ihre Erbinformation nicht weitergeben können. Die Wirkung ist dabei nicht abhängig von körpereigenen Faktoren (wie z. B. Immunantwort), sondern wird in der Regel direkt nach Aufnahme wirksam, vorausgesetzt, das Zielbakterium ist empfindlich gegenüber Levofloxacin.

Mythos vs. Realität:
Mythos: "Levofloxacin wirkt gegen alle Infektionen."
Realität: Levofloxacin ist nur gegen bestimmte Bakterien wirksam und hilft nicht bei viralen Infekten wie Erkältung oder Grippe.

Die volle antibakterielle Wirkung entfaltet sich meist innerhalb weniger Stunden bis Tage nach dem ersten Einnahmetermin, abhängig von der Art und Lokalisation der Infektion.

Quellen: EMA, BfArM, PubMed

Realistische Erwartungen: Was Patienten oft unterschätzen oder missverstehen

Aus meiner klinischen Erfahrung beobachten viele Patienten den Therapieerfolg ausschließlich an der schnellen Besserung von Symptomen wie Fieber oder Schmerzen. Dabei wird oft übersehen, dass eine Infektion auch nach Verschwinden der Beschwerden noch nicht vollständig beseitigt ist. Ein häufiger Irrtum ist, dass man die Einnahme vorzeitig beendet, sobald man sich besser fühlt. Viele fragen zudem nicht nach möglichen Wechselwirkungen oder Nebenwirkungen, sondern vertrauen darauf, dass das Medikament „einfach wirkt“. Dabei sollten Patienten unbedingt wissen, dass Nebenwirkungen auch verzögert auftreten können und eine ärztliche Nachsorge wichtig ist. Besonders selten wird gefragt, wie die Wirkung von Levofloxacin unterbrochen werden kann, falls Probleme auftreten – dabei ist dies in der Praxis oft entscheidend.
– Dr. med. Sebastian Hoffmann

Wie wird Levofloxacin in der Praxis richtig angewendet?

Die Dosierung von Levofloxacin richtet sich streng nach der Infektionsart, dem Schweregrad und den individuellen Patientenfaktoren. In Deutschland werden meist folgende Schemata eingesetzt:

  • Übliche Anfangsdosis für Erwachsene: 500–750 mg einmal täglich (oral oder intravenös), abhängig von der Indikation.
  • Maximale Tagesdosis: 750 mg (in Ausnahmefällen bis zu 1.000 mg, ausschließlich unter stationärer Überwachung).
  • Behandlungsdauer: Je nach Infektionstyp 5–21 Tage (z. B. unkomplizierte Harnwegsinfekte: 5 Tage, Lungenentzündung 7–14 Tage).
  • Bei eingeschränkter Nierenfunktion: Dosisanpassung erforderlich! Immer Rücksprache mit dem Arzt.
  • Teilbare Tabletten: Nicht jede Levofloxacin-Tablette ist teilbar – Hinweise auf Blister/Packung und Beipackzettel beachten.

Wirkungseintritt: Erste Effekte sind oft innerhalb von 24–48 Stunden spürbar. Die Wirkung hält in der Regel 24 Stunden an, sodass meist eine einmal tägliche Einnahme ausreicht.
Wirkdauer nach Einnahme: Je nach Metabolisierung 24–48 Stunden im Körper.

Wie wird Levofloxacin im Körper verarbeitet und ausgeschieden?

Nach oraler Einnahme wird Levofloxacin rasch und fast vollständig (ca. 99%) aus dem Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Die maximale Konzentration im Blutplasma wird nach etwa 1–2 Stunden erreicht. Das Medikament wird kaum verstoffwechselt – die Ausscheidung erfolgt zu etwa 85% über die Nieren. Die Halbwertszeit (T1/2) beträgt ca. 6–8 Stunden. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann die Ausscheidung deutlich langsamer erfolgen – hier ist größte Vorsicht geboten.

Quellen: EMA, BfArM

Welche Rolle spielen Ernährung, Alkohol und Lebensstil während der Therapie mit Levofloxacin?

  • Fettreiche Mahlzeiten: Sie verzögern die Aufnahme von Levofloxacin nur geringfügig, insgesamt bleibt die Bioverfügbarkeit jedoch sehr hoch.
  • Calcium, Magnesium, Eisen, Zink: Präparate mit diesen Mineralstoffen (z.B. Antazida, Nahrungsergänzungsmittel, Milchprodukte) können die Aufnahme von Levofloxacin erheblich beeinträchtigen. Einnahme muss mindestens 2 Stunden vor oder nach Levofloxacin erfolgen.
  • Alkohol: In maßvollen Mengen nach Absprache mit dem Arzt meist unbedenklich, jedoch erhöht Alkohol das Risiko für Nebenwirkungen wie Schwindel und Konzentrationsstörungen. Starker Alkoholkonsum ist während der Antibiotikatherapie generell zu vermeiden.
  • Grapefruitsaft: Keine relevanten Wechselwirkungen bekannt.
Kompatibilitäts-Check (Auszug):
ProduktKombinierbar?Konsequenz
MilchprodukteNur zeitversetztResorption gehemmt
MagnesiumpräparateNur zeitversetztWirksamkeitsverlust
Alkohol (moderat)Mit VorsichtErhöhtes Nebenwirkungsrisiko
GrapefruitsaftJaKeine relevante Wechselwirkung

Bei welchen Erkrankungen und Situationen darf Levofloxacin nicht angewandt werden?

Absolute Kontraindikationen:
  • Bekannte Überempfindlichkeit gegen Levofloxacin oder andere Fluorchinolone
  • Sehnenbeschwerden in der Vorgeschichte nach Einnahme von Fluorchinolonen
  • Epilepsie (erhöhtes Krampfrisiko)
  • Schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 20 ml/min), sofern keine Dosisanpassung möglich
  • Schwangerschaft und Stillzeit (Schädigung des kindlichen Knorpelgewebes möglich)
Relative Kontraindikationen (nur mit Vorsicht):
  • Patienten über 60 Jahre (erhöhtes Risiko für Sehnenrisse)
  • Bekannte QTc-Verlängerung oder Einnahme von QTc-verlängernden Medikamenten (z. B. Antiarrhythmika)
  • Herzerkrankungen (insbesondere nach frischem Herzinfarkt < 3 Monate)
  • Vorbestehende psychiatrische Erkrankungen (z. B. Psychosen, Depressionen)
  • Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel

Erklärung: Fluorchinolone wie Levofloxacin können die elektrische Erregungsleitung im Herzen beeinflussen (QT-Verlängerung) und das Risiko lebensbedrohlicher Herzrhythmusstörungen erhöhen. Bei Menschen mit vorgeschädigten Sehnen oder älteren Patienten ist das Risiko von Sehnenrissen deutlich erhöht.

Mit welchen Nebenwirkungen muss man bei Levofloxacin rechnen?

Sehr häufig (>1/10):

  • Übelkeit, Durchfall
  • Kopfschmerzen

Häufig (>1/100 bis <1/10):

  • Schwindel, Schlaflosigkeit
  • Erbrechen, Bauchschmerzen
  • Erhöhter Leberwert (Transaminasen)
  • Hautausschläge
  • Infektionen mit resistenten Keimen (z. B. Clostridioides difficile)

Gelegentlich (>1/1.000 bis <1/100):

  • Psychische Beschwerden (Angst, Verwirrtheit, Halluzinationen)
  • Herzrhythmusstörungen
  • Sehnenentzündung, Sehnenrisse (insbesondere Achillessehne)

Selten bis sehr selten (<1/10.000):

  • Schwere allergische Reaktionen (anaphylaktischer Schock)
  • Leberversagen
  • Störung des Blutzuckers (Hypo- oder Hyperglykämie)
  • Krampfanfälle
  • Beeinträchtigung des Seh- oder Hörvermögens

Was tun bei Nebenwirkungen? Bei schweren oder ungewöhnlichen Beschwerden Therapie sofort unterbrechen und umgehend ärztliche Hilfe aufsuchen. Besonders bei Symptomen wie Sehnenschmerzen, Herzrasen, Atemnot, allergischen Hautreaktionen oder Krampfanfällen ist eine sofortige medizinische Abklärung notwendig.

Brennpunkt Praxis: Typische Anwendungsfehler bei Levofloxacin – und wie Sie sie vermeiden

  • Früher Abbruch der Therapie: Viele Patienten brechen die Behandlung ab, sobald sie sich besser fühlen – das begünstigt Resistenzbildung und Rückfälle. Lösung: Immer die vom Arzt vorgeschriebene Dauer einhalten.
  • Gleichzeitige Einnahme mit Milchprodukten oder Mineralstoffpräparaten: Das kann die Aufnahme von Levofloxacin massiv stören. Lösung: Mindestens 2 Stunden Abstand halten.
  • Vergessene Einnahmen einfach „doppelt“ nachholen: Eine versehentlich ausgelassene Dosis sollte nicht durch Verdoppelung der nächsten Tablette ausgeglichen werden, da das Nebenwirkungsrisiko steigt. Lösung: Ausgelassene Dosis auslassen, am nächsten Tag wie gewohnt fortfahren.
  • Selbständige Dosierungsänderung bei Nebenwirkungen: Patienten setzen die Dosis eigenmächtig herab oder ab, ohne ärztliche Rücksprache. Lösung: Immer den behandelnden Arzt informieren, bevor Sie Änderungen vornehmen.
  • Unachtsamer Umgang mit Wechselwirkungen: Es wird nicht geprüft, ob andere Medikamente, etwa Blutverdünner oder Diabetesmittel, Wechselwirkungen haben. Lösung: Vor Therapiebeginn alle Medikamente mit dem Arzt abgleichen.

Wie unterscheiden sich Levofloxacin und andere Antibiotika? Ein objektiver Vergleich

Wirkstoff Wirkdauer Wirkungseintritt Nebenwirkungen (Häufigkeit) Preis (ca., pro Tablette, 2026) Besonderheiten
Levofloxacin 24 h 1–3 h Mittelhoch (insb. Sehnen, ZNS) 4–8 € Wirksam bei atypischen Keimen; einmal täglich
Ciprofloxacin 12 h 1–2 h Mittelhoch (ähnlich Levofloxacin) 3–6 € Häufig bei Harnwegsinfekten
Amoxicillin/Clavulansäure 6–8 h 1–2 h Geringer (vor allem Magen-Darm) 2–5 € Breites Wirkspektrum, weniger Resistenzen

Wichtig: Die Auswahl des Antibiotikums erfolgt immer individuell nach Erregerspektrum, Resistenzlage und Begleiterkrankungen. Preise können regional leicht variieren.

Technische Übersicht: Levofloxacin (Deutschland, 2026)

ParameterWert
WirkstoffLevofloxacin
WirkstoffgruppeFluorchinolon-Antibiotikum
Verfügbare FormenTabletten, Infusionslösung, Augentropfen
Dosisstärken Tabletten250 mg, 500 mg, 750 mg
LagerungRaumtemperatur, vor Feuchtigkeit schützen
Haltbarkeit nach AnbruchSiehe Packungsbeilage
AbgabeformVerschreibungspflichtig

Was gilt für ältere Menschen, chronisch Kranke oder spezielle Situationen?

  • Ältere Patienten (>65 Jahre): Erhöhtes Risiko für Sehnenrisse, Herzrhythmusstörungen und Nierenfunktionsstörungen. Dosisanpassung und engmaschige Kontrolle sind erforderlich.
  • Patienten mit Niereninsuffizienz: Dosisreduktion notwendig. Gefahr der Kumulation und schwerer Nebenwirkungen steigt bei unzureichender Nierenfunktion.
  • Lebererkrankungen: In der Regel keine Dosisanpassung, aber erhöhte Aufmerksamkeit auf Nebenwirkungen.
  • Schwangere und Stillende: Kontraindiziert, da potenziell schädigend für das ungeborene Kind bzw. den Säugling.
  • Fahrtüchtigkeit: Levofloxacin kann Schwindel, Benommenheit und Sehstörungen verursachen. Fahrten und das Bedienen von Maschinen sollten während der Einnahme nur nach individueller Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.
  • Fertilität & Familienplanung: Bislang keine Hinweise auf eine signifikante Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit, aber Tierstudien zeigen potenzielle Risiken. Planung einer Schwangerschaft sollte mit dem Arzt besprochen werden.

Originalpräparat, Generika und Hilfsstoffe – Was ist zu beachten?

Levofloxacin-Originalpräparate (z. B. Tavanic®) und entsprechende Generika sind in Deutschland erhältlich. Generika enthalten denselben Wirkstoff in gleicher Dosierung und Wirksamkeit, können sich aber in Hilfsstoffen (z. B. Farbstoffe, Bindemittel) unterscheiden.

  • Generika-Vorteile: Preiswerter, vergleichbare Qualität und Bioverfügbarkeit, staatlich geprüft.
  • Generika-Nachteile: Selten können Hilfsstoffe Allergien auslösen – insbesondere bei Personen mit bekannten Unverträglichkeiten.

Original vs. Generikum: Für die meisten Patienten ist ein Generikum vollkommen ausreichend und sicher. Bei Allergien oder besonderen Vorerkrankungen sollte das Präparat in Absprache mit dem Arzt ausgewählt werden.

Wichtig: Ein sehr niedriger Preis ist kein Qualitätsmerkmal. Die Echtheit des Produkts ist entscheidend für die Sicherheit.

Wie erkennt man sicheres Levofloxacin? Verpackung, Echtheit und Qualitätssicherung

  • Originale Packung: In Deutschland mit Sicherheitsmerkmalen (z. B. QR-Code, Unversehrtheitsnachweis, Chargennummer).
  • Blister: Strukturierte Plastikblister, klar lesbare Aufdrucke, keine ausgebleichten Farben.
  • Tabletten: Je nach Hersteller oval, weiß bis weißlich, Prägung je nach Produkt (z. B. „L500“ bei 500 mg).
  • Beipackzettel: Immer in deutscher Sprache, mit Herstellerangabe und Zulassungsnummer.
  • Verdächtig: Fehlende Sicherheitsmerkmale, unklare Schrift, fehlende oder fremdsprachige Beipackzettel, extrem niedriger Preis.

Wie stellt man fest, ob eine Online-Apotheke in Deutschland seriös und zugelassen ist?

  • Suchen Sie nach dem EU-Sicherheitslogo („Grünes Kreuz im Rechteck“) auf der Website der Online-Apotheke.
  • Prüfen Sie, ob die Apotheke im deutschen Apothekenregister eingetragen ist.
  • Eine zugelassene Online-Apotheke verlangt immer ein gültiges Rezept und bietet eine qualifizierte pharmazeutische Beratung an.
  • Warnsignale: Kein Impressum, keine Kontaktmöglichkeiten, kein Rezept erforderlich, auffällig günstige Preise, ausländische Domains ohne Zulassung.
  • Vorsicht bei ausländischen Anbietern, die Medikamente ohne Rezept versprechen – hier drohen Fälschungen, gesundheitliche Risiken sowie rechtliche Konsequenzen.

Wie läuft der Ablauf zur Verschreibung von Levofloxacin in Deutschland ab?

  1. Arzttermin vereinbaren: Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Hausarzt, Facharzt oder nutzen Sie ggf. eine zugelassene Telemedizin-Plattform.
  2. Anamnese und Untersuchung: Der Arzt prüft, ob eine bakterielle Infektion vorliegt, die den Einsatz von Levofloxacin rechtfertigt, und bespricht mögliche Risiken.
  3. Diagnosestellung und ggf. Erregernachweis: Wenn erforderlich, erfolgt eine mikrobiologische Probe (z.B. Urin, Sputum, Abstrich).
  4. Rezeptausstellung: Bei Indikation erhalten Sie ein elektronisches oder Papierrezept für Levofloxacin.
  5. Einlösen in der Apotheke: Das Rezept wird in einer öffentlichen Apotheke (vor Ort oder online) eingereicht. Die Abgabe erfolgt durch pharmazeutisches Personal.
  6. Kurzberatung in der Apotheke: Sie erhalten Hinweise zu Einnahme, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen.
  7. Therapiekontrolle: Bei länger dauernder Therapie oder Komplikationen sollte eine erneute ärztliche Kontrolle erfolgen.

Was tun bei einer Überdosierung von Levofloxacin?

  1. Einnahme sofort beenden.
  2. Unverzüglich den Notruf (112) wählen und den Verdacht auf Überdosierung mitteilen.
  3. Informieren Sie das medizinische Personal über die eingenommene Dosis (ggf. Packung mitbringen).
  4. Bis zum Eintreffen der Rettung: Ruhe bewahren, nicht erbrechen herbeiführen, keine weiteren Medikamente einnehmen.
  5. Bei Bewusstlosigkeit oder Krämpfen: Sofort Notfallmaßnahmen gemäß Rettungsleitfaden einleiten (stabile Seitenlage, ggf. Wiederbelebung).

Psychische Belastung und Umgang mit bakteriellen Infektionen

Bakterielle Infektionen und deren Behandlung können psychisch belastend sein – Unsicherheit, Angst vor Nebenwirkungen oder soziale Einschränkungen sind häufig. Diese Sorgen sind normal und betreffen viele Menschen. Sprechen Sie offen mit Ihrem Arzt, Ihrer Apotheke oder Angehörigen darüber. Bei anhaltender psychischer Belastung kann eine psychosoziale Beratung helfen.

Häufige Patientenfragen an Dr. med. Sebastian Hoffmann im Praxisalltag

Wie merke ich, ob Levofloxacin bei mir wirkt?
Sie sollten eine Besserung der Hauptsymptome – wie Fieber, Schmerzen oder Auswurf – innerhalb der ersten zwei bis drei Tage bemerken. Falls sich keine Verbesserung zeigt, sollten Sie den Arzt informieren, da eine Resistenz oder eine andere Ursache vorliegen könnte.
Muss ich während der Einnahme spezielle Kontrollen durchführen lassen?
Bei längerer Einnahme oder bei Vorerkrankungen sollten Laborwerte wie Nierenfunktion, Leberwerte und ggf. EKG regelmäßig kontrolliert werden. Ihr Arzt entscheidet individuell, ob und wie oft Kontrollen notwendig sind.
Was tun, wenn Nebenwirkungen auftreten?
Bei leichten Nebenwirkungen sollten Sie Ihren Arzt kontaktieren, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Bei schweren Nebenwirkungen (z.B. Sehnenschmerzen, Herzbeschwerden, allergische Reaktionen) die Einnahme sofort beenden und umgehend medizinische Hilfe suchen.
Kann ich andere Medikamente wie Schmerzmittel oder Blutverdünner weiterhin nehmen?
Viele Begleitmedikamente sind mit Levofloxacin kombinierbar, aber einige – insbesondere Antikoagulanzien oder Antiepileptika – können Wechselwirkungen verursachen. Eine genaue Liste sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen.
Wie kann ich den Behandlungserfolg feststellen?
Meist durch eine deutliche Symptomverbesserung, in einigen Fällen sollte auch eine mikrobiologische Kontrolle oder ein bildgebendes Verfahren die Ausheilung bestätigen.
Wie lange nach Therapieende sollte ich auf Nebenwirkungen achten?
Manche Nebenwirkungen – besonders Sehnenprobleme oder neurologische Störungen – können auch Wochen nach Therapieende auftreten. Bei anhaltenden oder neu auftretenden Symptomen nach der Behandlung suchen Sie bitte ärztlichen Rat.
Können Antibiotika wie Levofloxacin mein Immunsystem schwächen?
Antibiotika greifen gezielt Bakterien an, beeinflussen aber das menschliche Immunsystem nicht direkt. Allerdings können sie die natürliche Bakterienflora stören, was selten Infektionen durch resistente Keime begünstigen kann.

Levofloxacin: Die häufigsten Fragen und Antworten (FAQ)

Wie schnell wirkt Levofloxacin?
Meist ist eine Besserung der Symptome innerhalb von 24–72 Stunden nach Einnahmebeginn zu erwarten. Die vollständige Genesung kann je nach Infektionstyp unterschiedlich lange dauern.
Benötige ich für Levofloxacin immer ein Rezept?
Ja, Levofloxacin ist in Deutschland grundsätzlich verschreibungspflichtig. Ohne ärztliches Rezept darf es nicht abgegeben werden.
Was kostet Levofloxacin in der Apotheke?
Die Preise variieren je nach Packungsgröße, Hersteller und Region. Für eine Packung mit 7 Tabletten (500 mg) zahlen Sie in der Regel zwischen 28 und 56 € (Stand 2026).
Darf ich während der Therapie Alkohol trinken?
Ein moderater Genuss ist nach Rücksprache mit dem Arzt meist möglich, sollte aber vermieden werden, um das Risiko von Nebenwirkungen zu minimieren.
Welche Antibiotika sind Alternativen zu Levofloxacin?
Alternativen sind zum Beispiel Ciprofloxacin, Amoxicillin/Clavulansäure oder Doxycyclin. Die Auswahl richtet sich nach Erregerspektrum und individueller Verträglichkeit.
Kann ich Levofloxacin aus dem Ausland beziehen?
Der Import verschreibungspflichtiger Arzneimittel aus dem Ausland ist in Deutschland ohne Rezept nicht erlaubt und birgt erhebliche Risiken (Fälschungen, fehlende Kontrolle).
Was ist bei der Einnahme zu beachten?
Halten Sie sich strikt an die vorgeschriebene Dosierung und Einnahmedauer. Achten Sie auf Wechselwirkungen mit Milchprodukten und bestimmten Mineralstoffen.
Ist Levofloxacin für Kinder geeignet?
Levofloxacin ist für Kinder und Jugendliche aufgrund des Risikos für Knorpelschäden nur in Ausnahmefällen und unter strenger ärztlicher Kontrolle zugelassen.
Wie lange darf ich Levofloxacin höchstens einnehmen?
Die Therapiedauer beträgt je nach Indikation meist 5–14 Tage. Eine längere Einnahme erfolgt nur in Ausnahmefällen unter stationärer Kontrolle.
Was mache ich bei einer vergessenen Einnahme?
Nehmen Sie die vergessene Dosis sobald wie möglich ein. Liegt der nächste Einnahmezeitpunkt schon nahe, lassen Sie die vergessene Dosis aus – niemals doppelt einnehmen.

Quellen und Literaturhinweise

Dr. med. Sebastian Hoffmann: Klinische Einschätzung zur Anwendung von Levofloxacin

Levofloxacin ist für mich als Infektiologe ein wertvolles Reserveantibiotikum, das vor allem bei schweren, komplizierten bakteriellen Infektionen zum Einsatz kommt – etwa bei Lungenentzündungen, komplizierten Harnwegsinfekten oder bakteriellen Weichteilinfektionen, wenn andere Mittel versagen oder nicht geeignet sind. Besonders profitieren Patienten mit nachgewiesenem, sensiblen Erreger und ohne relevante Vorerkrankungen (z. B. schwere Niereninsuffizienz, bekannte Sehnenprobleme). Für ältere Menschen, Patienten mit Herzrhythmusstörungen, psychiatrischen Vorbelastungen oder Sehnenkrankheiten prüfe ich immer kritisch, ob Alternativen sicherer und gleich wirksam sind. Die Entscheidung für Levofloxacin ist stets eine Abwägung zwischen Nutzen und Risiko – bei klarer Indikation und sorgfältiger Überwachung ist der Einsatz aber sinnvoll und effektiv. Eine pauschale Anwendung zur „Sicherheit“ oder bei unkomplizierten Infekten lehne ich ab.
Dr. Sebastian Hoffmann
Medizinisch geprüft von
Facharzt für Allgemeinmedizin · Klinischer pharmazeut · klinische pharmakologie und allgemeinmedizin
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Preis

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