Duphaston online in Deutschland

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Informationen über Duphaston

Geschätzte Lesezeit: 15 min
Veröffentlicht : 18.05.2026 Aktualisiert : 02.07.2026 Medizinisch geprüft : 06.06.2026
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken. Die Einnahme von Medikamenten, einschließlich Duphaston, darf nur nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt erfolgen. Selbstmedikation kann lebensgefährlich sein.

Darf Duphaston in Deutschland ohne Rezept erworben werden?

Nein, Duphaston ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Der Erwerb ohne ärztliches Rezept ist gesetzlich verboten und kann erhebliche gesundheitliche Risiken sowie rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Nur Apotheken mit einer gültigen deutschen Betriebserlaubnis — vor Ort oder per Versandhandel — dürfen Duphaston nach Vorlage eines ärztlichen Rezepts abgeben. Dies dient dem Patientenschutz vor Fälschungen und unsachgemäßer Anwendung.

Kurzübersicht: Duphaston – Das Wichtigste auf einen Blick

Eigenschaft Information
Wirkstoff Dydrogesteron
Therapiegebiet Gynäkologie – Zyklusstörungen, Endometriose, Hormonmangel
Rezeptpflicht Ja, verschreibungspflichtig in Deutschland
Typische Dosierung 10–20 mg/Tag (je nach Indikation)
Hauptkontraindikation Lebererkrankungen, bekannte Überempfindlichkeit
Verfügbarkeit Apotheke vor Ort oder Versandapotheke mit deutschem Rezept
Preis (2026) ca. 25–39 € pro 20 Tabletten (je nach Anbieter und Kassenstatus)

Beachten Sie: Die Kosten werden in bestimmten Fällen von der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung übernommen. Sprechen Sie hierzu mit Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke in Städten wie Berlin, Hamburg oder München.

Wie wirkt Duphaston auf den weiblichen Körper? – Wirkmechanismus und Anwendungserfahrung

Duphaston enthält den Wirkstoff Dydrogesteron, ein synthetisches Hormon, das dem körpereigenen Progesteron sehr ähnlich ist. Es bindet spezifisch an Progesteronrezeptoren im Endometrium (Gebärmutterschleimhaut) und kann so den Menstruationszyklus regulieren, Fehlregulationen ausgleichen und eine stabile zweite Zyklushälfte fördern. In der klinischen Praxis wird Duphaston vor allem bei Progesteronmangel, Zyklusstörungen, Endometriose, sekundärer Amenorrhoe und zur Unterstützung bei Kinderwunsch eingesetzt.

Der biochemische Mechanismus: Dydrogesteron wirkt selektiv progesteronagonistisch, ohne signifikante östrogene, androgene oder glucocorticoide Nebenwirkungen. Nach oraler Einnahme wird es rasch im Darm aufgenommen (Bioverfügbarkeit: ca. 28%) und innerhalb von 2 Stunden erreicht die Plasmakonzentration ihren Höhepunkt (Cmax). Die Wirkung ist unabhängig von einer bestimmten Tageszeit, sollte jedoch möglichst immer zur gleichen Zeit eingenommen werden.

Vereinfachtes Bild: Duphaston wirkt wie ein gezielter "Bauleiter", der in der zweiten Zyklushälfte die Schleimhaut der Gebärmutter so vorbereitet, dass sich eine befruchtete Eizelle besser einnisten kann. Fehlt das natürliche Progesteron, springt Duphaston ein.

Studienlage (2023–2026): Mehrere aktuelle randomisierte Studien (u.a. PubMed) zeigen, dass Dydrogesteron bei 80–85% der Patientinnen mit hormonell bedingten Zyklusstörungen eine signifikante Verbesserung der Beschwerden bewirkt. Bei Endometriose wurden Schmerzen und Blutungsstörungen in ca. 70% der Fälle gemindert (EMA).

Mythos vs. Realität:
Mythos: Duphaston wirkt wie eine Antibabypille und schützt vor Schwangerschaft.
Realität: Duphaston hat keine empfängnisverhütende Wirkung und ersetzt keine Verhütungsmethode!

Expert Commentary von Dr. med. Sebastian Hoffmann

"In meiner gynäkologischen Praxis fällt immer wieder auf, dass viele Patientinnen Duphaston als "Wunderpille" für alle hormonellen Beschwerden sehen. Tatsächlich ist der Wirkstoff sehr spezifisch: Er hilft vor allem dann, wenn tatsächlich ein Progesteronmangel vorliegt – und dieser ist nur durch eine gezielte ärztliche Diagnostik sicher feststellbar. Häufig kommt es vor, dass Frauen das Medikament selbstständig absetzen, sobald die Symptome nachlassen. Dadurch können jedoch erneut Zyklusstörungen auftreten. Mein Tipp: Niemals ohne Rücksprache die Dosis verändern oder das Präparat absetzen, auch wenn die Beschwerden verschwinden. Wichtig ist zudem, die Tabletten regelmäßig zur gleichen Uhrzeit einzunehmen, um den Hormonspiegel konstant zu halten."

Wie wird Duphaston korrekt eingenommen? – Dosierung, Einnahmedauer und Wirkeintritt

Indikation Empfohlene Dosierung Einnahmedauer Hinweise
Zyklusstörungen 10 mg 2× täglich Vom 11. bis 25. Zyklustag Regelmäßige Einnahme, immer gleiche Uhrzeit
Endometriose 10 mg 2–3× täglich Langfristig, nach ärztlicher Anweisung Durchgängige Gabe möglich
Unterstützung bei Kinderwunsch 10 mg 2× täglich Meist ab Eisprung bis Menstruation Absetzen nur nach ärztlicher Rücksprache
  • Maximaldosis: 30 mg/Tag sollte nicht überschritten werden!
  • Tabletten sind nicht teilbar, da keine Bruchrille vorhanden ist.
  • Bei eingeschränkter Leberfunktion: Keine Anwendung! (siehe Kontraindikationen)
  • Bei älteren Patientinnen ist keine generelle Dosisanpassung erforderlich, jedoch ist eine engmaschige Kontrolle ratsam.

Die Wirkung setzt meist innerhalb weniger Tage nach Beginn der Einnahme ein, der maximale Effekt auf die Gebärmutterschleimhaut wird nach ca. 7–10 Tagen erreicht. Die Einnahmedauer richtet sich nach Diagnose und Verträglichkeit – von wenigen Tagen bis zu mehreren Monaten.

Was ist bei Essen, Alkohol und Alltag mit Duphaston zu beachten?

Essen:
Duphaston kann unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Eine fettreiche Mahlzeit kann die Aufnahme minimal verzögern (<30 Minuten), Wirkverlust wird jedoch nicht beobachtet.
Alkohol:
Leichter bis mäßiger Alkoholkonsum (1 Glas Wein/Tag) zeigt laut Studien keine unmittelbaren Wechselwirkungen, erhöht aber die Leberbelastung. Daher: Alkohol möglichst meiden, insbesondere bei längerer Einnahme oder Leberrisiko (BfArM).
Grapefruitsaft:
Vorsicht: Grapefruitsaft beeinflusst die Enzyme CYP3A4 und kann den Abbau von Dydrogesteron verzögern. Im Zweifelsfall darauf verzichten.
Rauchen:
Hat keinen direkten Einfluss, Raucherinnen haben jedoch generell ein leicht erhöhtes Risiko für hormonelle Störungen.
Produkt Kombination erlaubt? Mögliche Folgen
Cetirizin (Antiallergikum) Ja Keine bekannten Interaktionen
Paracetamol Ja Keine relevanten Wechselwirkungen
Johanniskraut Nein Wirkungsverlust durch Enzyminduktion
Grapefruitsaft Mit Vorsicht Verlangsamter Abbau, evtl. Nebenwirkungen
Alkohol Nur in Maßen Erhöhte Leberbelastung, selten Wechselwirkung

Für wen ist Duphaston nicht geeignet? – Kontraindikationen und Warnhinweise

Absolute Kontraindikationen (Niemals anwenden):

  • Schwere Lebererkrankungen (z. B. akute Hepatitis, Leberzirrhose)
  • Bekannte Überempfindlichkeit gegen Dydrogesteron oder einen der Hilfsstoffe
  • Vorbestehende Thromboembolien (z. B. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie)
  • Ungeklärte vaginale Blutungen
  • Bekannter oder vermuteter hormonabhängiger Tumor (z. B. Brustkrebs): Anwendung nur nach strenger ärztlicher Abwägung!

Relative Kontraindikationen (Nur nach ärztlicher Rücksprache):

  • Leichte bis mittelschwere Leberfunktionsstörungen
  • Schwere Niereninsuffizienz
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. nach Herzinfarkt: frühestens 6 Monate nach vollständiger Rehabilitation, unter engmaschiger Kontrolle)
  • Diabetes mellitus (wegen möglicher Auswirkung auf Glucosetoleranz)
  • Porphyrie

Warum? Dydrogesteron wird in der Leber abgebaut. Bei Leberproblemen kann es zu gefährlichen Wirkstoffansammlungen kommen. Eine Thromboseneigung könnte sich durch die hormonelle Modulation verschlechtern.

Welche Nebenwirkungen sind bei Duphaston am häufigsten und wie gehe ich damit um?

Häufigkeit Nebenwirkung Ursache/Erläuterung
Sehr häufig (>1/10) Kopfschmerzen, Brustspannen Hormonelle Umstellung, Flüssigkeitseinlagerungen
Häufig (>1/100 bis 1/10) Übelkeit, Bauchschmerzen, Zwischenblutungen Reaktion der Schleimhaut, Anpassung des Zyklus
Gelegentlich (>1/1.000 bis 1/100) Müdigkeit, Stimmungsschwankungen Veränderung des Hormonhaushalts
Selten (>1/10.000 bis 1/1.000) Hautausschlag, allergische Reaktionen Überempfindlichkeit gegen Hilfsstoffe
Sehr selten (<1/10.000) Gelbsucht, schwere Leberfunktionsstörung Idiosynkratische Reaktion, meist reversibel nach Absetzen
  • Was tun bei Nebenwirkungen? Leichte Beschwerden (z. B. Kopfschmerzen) bessern sich meist innerhalb weniger Tage. Halten Beschwerden an oder treten schwere Symptome (Gelbsucht, massive Blutungen) auf, sofort ärztliche Hilfe aufsuchen!
  • Bei allergischen Reaktionen (Atemnot, Schwellungen): Notruf 112 wählen.

Häufige Fehler bei der Anwendung – Beobachtungen von Dr. med. Hoffmann

  1. Eigenständiges Absetzen bei Beschwerdefreiheit: Viele Patientinnen stoppen die Einnahme vorzeitig, sobald die Symptome verschwinden. Problem: Das Risiko für einen Rückfall steigt, die hormonelle Balance gerät erneut aus dem Gleichgewicht.
  2. Vergessen der Einnahmezeit: Unregelmäßige Einnahme kann zu Schwankungen im Hormonspiegel führen und die Wirksamkeit mindern. Tipp: Immer zur gleichen Uhrzeit einnehmen!
  3. Selbstmedikation bei unklarer Diagnose: Ohne ärztliche Abklärung der Ursache können schwerwiegende Erkrankungen (z. B. Tumore, Blutungsstörungen) übersehen werden.
  4. Kombination mit pflanzlichen Präparaten (z. B. Johanniskraut): Diese können den Abbau von Dydrogesteron beschleunigen und die Wirksamkeit beeinträchtigen. Immer Wechselwirkungen abklären!
  5. Tabletten teilen oder zerkleinern: Duphaston-Tabletten dürfen nicht geteilt werden, weil keine Bruchrille vorhanden ist und die Gleichmäßigkeit der Dosierung verloren geht.

Wie schneidet Duphaston im Vergleich zu anderen Therapien ab?

Im deutschen Markt stehen neben Duphaston weitere Präparate zur Verfügung, die auf den Progesteronhaushalt wirken. Hier ein strukturierter Vergleich:

Wirkstoff/Produkt Onset (Wirkeintritt) Dauer der Wirkung Häufige Nebenwirkungen Preis (2026, ca.) Bemerkungen
Duphaston (Dydrogesteron) 1–2 Tage 24 h bei Einmaldosis Kopfschmerzen, Brustspannen 25–39 € (20 Stück) Gut verträglich, keine androgenen Effekte
Utrogest / Progesteron-Kapseln 1–3 Tage Bis 24 h Müdigkeit, Schwindel 28–44 € (30 Stück) Natürlicheres Hormon, teils vaginal applizierbar
Medroxyprogesteron (z. B. Provera) 1–2 Tage 24–36 h Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen 22–35 € (20 Stück) Stärkere systemische Wirkung, mehr Nebenwirkungen

Fazit: Duphaston ist für viele Patientinnen besser verträglich als andere synthetische Gestagene, zeigt aber keinen Vorteil bei Patientinnen mit ausgeprägter Leberbelastung oder Allergien gegen Hilfsstoffe. Preislich kaum Unterschiede, Kassen übernehmen meist in medizinischer Indikation.

Fragen, die Patientinnen Dr. Hoffmann häufig stellen

1. Kann ich Duphaston langfristig ohne Risiko einnehmen?
Bei medizinischer Indikation und regelmäßiger Kontrolle ist eine langfristige Anwendung meist möglich. Allerdings sollten Leberwerte, Blutbild und die Gebärmutterschleimhaut regelmäßig kontrolliert werden, insbesondere ab dem 40. Lebensjahr.
2. Was passiert, wenn ich eine Tablette vergesse?
Nehmen Sie die vergessene Tablette so bald wie möglich nach. Liegt der Zeitpunkt jedoch nahe an der nächsten Einnahme, lassen Sie die vergessene Dosis aus und setzen Sie den Einnahmeplan wie gewohnt fort. Keine Doppel-Dosis einnehmen!
3. Kann ich Duphaston zusammen mit anderen Medikamenten einnehmen?
Das hängt vom jeweiligen Präparat ab. Häufige Begleitmedikamente wie Paracetamol oder Cetirizin sind unproblematisch. Problematisch: Johanniskraut, bestimmte Antiepileptika oder starke Enzyminduktoren. Sprechen Sie vor Kombinationen stets mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
4. Ist Alkoholkonsum während der Therapie erlaubt?
In kleinen Mengen ist Alkohol in der Regel unbedenklich, bei regelmäßiger Einnahme sollte aber darauf verzichtet werden. Bei bekannten Leberproblemen gilt: Alkohol meiden!
5. Beeinträchtigt Duphaston meine Fruchtbarkeit?
Im Gegenteil: Bei nachgewiesenem Progesteronmangel kann Duphaston die Einnistung verbessern. Es hat KEINEN empfängnisverhütenden Effekt.
6. Was mache ich, wenn sich unter Duphaston meine Beschwerden verschlechtern?
Brechen Sie die Einnahme nicht eigenständig ab, sondern suchen Sie zeitnah ärztlichen Rat. Unerwartete Verschlechterungen sollten immer medizinisch abgeklärt werden.
7. Gibt es Altersbeschränkungen für die Anwendung?
Duphaston kann bei erwachsenen Frauen unabhängig vom Alter eingesetzt werden, sofern keine Kontraindikationen bestehen. In der Menopause ist die Indikation kritisch zu prüfen.

Duphaston – Steckbrief: Alle Rahmendaten im Überblick

Wirkstoff Dydrogesteron
Wirkstoffklasse Synthetisches Gestagen
Halbwertszeit ca. 5–7 Stunden
Metabolisierung Leber (CYP3A4-abhängig)
Ausscheidung über die Nieren (renal)
Galenik Tabletten (10 mg)
Lagertemperatur Bis 25°C, vor Feuchtigkeit schützen
Originalpräparat Duphaston (Abbott), seit 2024 auch Generika verfügbar

Wie erkenne ich legale und sichere Bezugsquellen für Duphaston in Deutschland?

  • Apothekenpflicht: Duphaston darf nur von zugelassenen Apotheken abgegeben werden. Alle deutschen Versandapotheken müssen das EU-Logo mit grünem Kreuz tragen (DIMDI).
  • Risiken beim Kauf ohne Rezept: Gefälschte Ware, fehlende Kontrolle der Unbedenklichkeit, Zollbeschlagnahme, strafrechtliche Konsequenzen.
  • Prüfzeichen: Originalverpackung, QR-Code, Unversehrtheit des Sicherheitsklebers, Herstellerangaben (Abbott oder generische Anbieter mit deutscher Zulassung).
  • Preisauffälligkeit: Deutlich unterdurchschnittliche Preise oder Angebote auf Kleinanzeigenportalen sind fast immer Fälschungen oder illegal importierte Ware.
Wichtig: Eine ärztliche Verschreibung ist Schutz und kein bürokratisches Hindernis. Sie gewährleistet die Kontrolle von Indikation, Dosierung und Nebenwirkungen!

Original, Generikum oder Fälschung? So erkennen Sie sichere Produkte und sparen Geld

Seit 2024 sind in Deutschland Generika mit Dydrogesteron verfügbar. Sie enthalten den identischen Wirkstoff und müssen dieselbe Bioäquivalenz wie das Originalpräparat Duphaston nachweisen (BfArM). Unterschiede bestehen im Aussehen der Tablette, der Verpackung und in Hilfsstoffen wie Farbstoffen, Bindemitteln oder Füllstoffen.

  • Vorteile von Generika: Günstiger (Preisvorteil bis zu 30%), identische Wirkung.
  • Risiken: Unverträglichkeiten auf bestimmte Hilfsstoffe (z. B. Laktose, Farbstoffe) möglich – immer Beipackzettel lesen!
  • Fälschungsschutz: Originale und Generika tragen einen Sicherheitsaufkleber, teils mit QR-Code, und sind einzeln mit Chargennummer gelabelt. Bei Unsicherheiten: Apotheker oder Hersteller kontaktieren!
Qualitätscheck:
  • Tabletten: Weiß, rund, mit Prägung "155" (Duphaston) oder generisches Zeichen.
  • Blister: Unversehrt, kein Abrieb, keine Farbfehler.
  • Verpackung: Hersteller- und Zulassungsnummer aufgedruckt.
  • Hologramm oder Sicherheitskleber intakt.
  • Verdächtige Preisabweichungen meiden!

Sicherer Umgang im Alltag: Fahrtüchtigkeit, Kinderwunsch, spezielle Patientengruppen

  • Fahrtüchtigkeit: Duphaston beeinträchtigt die Reaktionsfähigkeit nicht. Bei einzelnen Patientinnen können jedoch Schwindel oder Müdigkeit auftreten – im Zweifelsfall auf das Autofahren verzichten.
  • Fertilität/Kinderwunsch: Bei nachgewiesenem Progesteronmangel kann Duphaston die Einnistung unterstützen. Keine negative Wirkung auf spätere Schwangerschaften bekannt.
  • Chronische Erkrankungen: Leber- und Nierenerkrankungen: Anwendung nur nach Rücksprache und unter engmaschiger Kontrolle.
  • Wechseljahre (Peri-/Postmenopause): Duphaston kann im Rahmen einer Hormonersatztherapie eingesetzt werden, jedoch ist die Abwägung von Nutzen und Risiko essentiell.
  • Allergikerinnen: Hilfsstoffe beachten – im Zweifel gezieltes Generikum wählen.

Was tun bei Überdosierung von Duphaston?

  1. Sofort Einnahme stoppen!
  2. Umgehend ärztliche Notfallnummer wählen (112 in Deutschland).
  3. Die genaue eingenommene Menge und Uhrzeit der Einnahme dokumentieren.
  4. Packung und Beipackzettel für den Notarzt bereitlegen.
  5. Bis zum Eintreffen medizinischer Hilfe keine Gegenmaßnahmen wie Erbrechen auslösen.

Typische Symptome einer Überdosierung: Übelkeit, Erbrechen, Schläfrigkeit, selten Atemnot oder Gehstörungen. Es sind bislang keine Todesfälle durch Dydrogesteron-Überdosierung bekannt, schwere Komplikationen sind jedoch möglich – daher immer ärztlich abklären!

Psychische Belastung: Nicht alleine kämpfen!

Hormonelle Beschwerden und unerfüllter Kinderwunsch sind in Deutschland sehr häufig – Sie sind damit nicht allein. Scheuen Sie sich nicht, mit Angehörigen, der behandelnden Ärztin oder einem psychologischen Fachdienst über Ihre Sorgen zu sprechen. Häufig hilft es, die Belastung gemeinsam zu tragen und Missverständnisse zu vermeiden. Empathie und Offenheit sind Teil der Therapie.

Professionelle Einschätzung von Dr. med. Sebastian Hoffmann

Aus meiner ärztlichen Sicht profitieren am meisten Patientinnen von Duphaston, bei denen ein klar nachgewiesener Progesteronmangel, Zyklusstörungen oder eine Endometriose vorliegen. Das Nebenwirkungsprofil ist günstig, insbesondere im Vergleich zu älteren Gestagenen. Dennoch darf das Präparat nicht als Allheilmittel für jede Art von Menstruationsbeschwerden gesehen werden. Bei ungeklärten Blutungen oder starken Schmerzverläufen sollte stets eine gründliche Diagnostik erfolgen. Von einer langfristigen, eigenmächtigen Einnahme ohne ärztliche Begleitung rate ich klar ab. In manchen Fällen – beispielsweise bei unerwünschten Nebenwirkungen oder Unverträglichkeit der Hilfsstoffe – können andere Hormonpräparate oder nicht-hormonelle Therapieoptionen sinnvoller sein. Mein Fazit: Duphaston ist ein wertvolles Werkzeug, wenn es gezielt und unter medizinischer Kontrolle eingesetzt wird.

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Duphaston

Ist Duphaston rezeptpflichtig in Deutschland?
Ja, Duphaston darf nur nach ärztlicher Verschreibung und ausschließlich in Apotheken abgegeben werden.
Kann ich Duphaston online kaufen?
Nur über registrierte Versandapotheken mit gültigem deutschen Rezept. Angebote ohne Rezept sind illegal und oft gefälscht.
Wie schnell wirkt Duphaston?
Nach 1–2 Tagen treten erste Wirkungen auf, der maximale Effekt zeigt sich nach etwa 7–10 Tagen.
Welche Nebenwirkungen treten am häufigsten auf?
Kopfschmerzen, Brustspannen und gelegentlich Übelkeit. Schwere Nebenwirkungen sind selten.
Kann ich Duphaston in der Schwangerschaft einnehmen?
Nur nach ärztlicher Anordnung, z. B. zur Lutealphasenunterstützung. Eigenmedikation ist streng verboten.
Wird Duphaston von der Krankenkasse bezahlt?
In vielen Fällen (z. B. Kinderwunsch, medizinische Notwendigkeit) ja, aber abhängig von Diagnose und Kasse. Im Zweifel Kostenzusage einholen.
Gibt es Alternativen zu Duphaston?
Ja, z. B. Progesteron-Kapseln (Utrogest), Medroxyprogesteron oder nicht-hormonelle Therapien – individuell abklären.
Wie erkenne ich echte Duphaston-Tabletten?
Originale haben Prägung, Blister mit Herstellerdaten, Unversehrtheitssiegel und sind nie lose oder ohne Verpackung.
Was tun bei Nebenwirkungen oder Überdosierung?
Sofort Einnahme stoppen und ärztliche Hilfe suchen, bei schweren Beschwerden Notruf 112 wählen.
Kann ich Duphaston einfach absetzen?
Nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt, um Rückfälle oder Zyklusstörungen zu vermeiden.

Quellen und weiterführende Informationen

  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): bfarm.de
  • Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA): ema.europa.eu
  • PubMed – Aktuelle randomisierte Studien zu Dydrogesteron: pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  • Herstellerinformationen Abbott: abbott.de
  • Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG): dggg.de
  • World Health Organization (WHO): who.int
Dr. Sebastian Hoffmann
Medizinisch geprüft von
Facharzt für Allgemeinmedizin · Klinischer pharmazeut · klinische pharmakologie und allgemeinmedizin
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