Retin-A Cream online in Deutschland

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Informationen über Retin-A Cream

Geschätzte Lesezeit: 11 min
Veröffentlicht : 22.05.2026 Aktualisiert : 29.06.2026 Medizinisch geprüft : 15.06.2026
Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Anwendung von Medikamenten wie Retin-A Creme ist nur nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt zulässig. Selbstmedikation kann lebensgefährlich sein.

Was ist Retin-A Creme und wie wird sie in Deutschland verwendet?

Retin-A Creme ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel zur äußerlichen Behandlung von Akne und bestimmten weiteren Hauterkrankungen. Der Wirkstoff ist Tretinoin, ein sogenanntes Retinoid, das die Zellerneuerung der Haut anregt. In Deutschland ist Retin-A Creme nur mit gültigem Rezept erhältlich. Ein Erwerb ohne ärztliche Verordnung – egal ob in der Apotheke vor Ort oder einer zugelassenen Online-Apotheke – ist gesetzlich verboten. Die Verordnung erfolgt meist durch Dermatologinnen und Dermatologen.

Wer Retin-A Creme ohne Rezept im Internet bestellt, riskiert gesundheitliche Schäden durch Fälschungen und macht sich strafbar. Die Einhaltung der Verschreibungspflicht ist im Sinne Ihrer Sicherheit – sie schützt vor Fehldosierungen und Nebenwirkungen.

Direkte Antwort: In Deutschland ist Retin-A Creme verschreibungspflichtig und darf nicht ohne Rezept erworben werden.

Kurzübersicht: Die wichtigsten Fakten zu Retin-A Creme (Deutschland 2026)

  • Wirkstoff: Tretinoin (Retinsäure)
  • Anwendungsgebiete: Akne vulgaris, teilweise Altersflecken/Hyperpigmentierung
  • Rezeptpflicht: Ja (ärztliches Rezept zwingend erforderlich)
  • Kassenleistung: Bei medizinischer Indikation in der Regel erstattungsfähig
  • Beginn der Wirkung: Sichtbare Effekte meist nach 6–12 Wochen konsequenter Anwendung
  • Häufigste Nebenwirkung: Hautreizungen wie Rötung, Schuppung, Brennen
  • Preis in Deutschland: ca. 25–45 € pro 30 g Tube (Stand 2026)

Wie funktioniert Tretinoin auf der Haut? (Pharmakologischer Wirkmechanismus)

Tretinoin, der Wirkstoff in Retin-A Creme, ist ein Vitamin-A-Säure-Derivat (Retinsäure), das gezielt auf die Hautzellen wirkt. Es bindet an nukleäre Retinsäure-Rezeptoren (RARs), was die Genexpression in den Hautzellen beeinflusst. Dadurch werden die Prozesse der Keratinisierung (Verhornung) und der Zellneubildung reguliert. Tretinoin:

  • fördert die Exfoliation (Abschuppung) der Hornschicht,
  • verringert die Bildung neuer Mitesser (Komedonen),
  • regt die Kollagenproduktion an (wichtig bei Aknenarben & Hautalterung),
  • hemmt die Entzündungsreaktionen im Gewebe.

Biochemisch gesprochen: Die Bindung von Tretinoin an RARs führt zu einer verstärkten Proliferation von Keratinozyten und einer Beschleunigung der Hauterneuerung. Die Talgdrüsenproduktion wird nur geringfügig moduliert.

Bildhafte Erklärung: Tretinoin wirkt wie ein „Trainer“ für Ihre Hautzellen: Es schubst sie dazu, sich schneller zu erneuern, sodass alte, verstopfte oder geschädigte Zellen abtransportiert werden und neue gesunde Zellen nachrücken.

Mythos vs Realität:
Mythos: Retin-A Creme ist ein Peeling.
Realität: Retin-A ist kein klassisches Peeling, sondern ein Medikament, das tief in die Zellregeneration eingreift und daher von innen heraus wirkt.

Die Wirkung ist aber nicht sofort sichtbar. Die Regeneration der Haut braucht Zeit – erste Verbesserungen zeigen sich meist nach 6–12 Wochen (PubMed).

Expert Commentary von Dr. med. Sebastian Hoffmann

Als Facharzt sehe ich immer wieder, dass Patientinnen und Patienten zu schnell ungeduldig werden. Sie erwarten sichtbare Verbesserungen schon nach ein bis zwei Wochen – dabei ist Geduld entscheidend. Ein häufiger Fehler ist es, bei ausbleibender Sofortwirkung die Dosis eigenmächtig zu erhöhen oder die Anwendung abzubrechen. Auch die Kombination mit anderen reizenden Produkten (z.B. starkes Peeling, Alkohol-basierte Toner) ist verbreitet – was das Risiko für Hautschäden deutlich erhöht. Besonders wichtig: Nach dem Auftragen müssen die Hände gründlich gewaschen und direkte Sonneneinstrahlung unbedingt vermieden werden. Wer auf seine individuelle Hautreaktion achtet und Rücksprache mit dem Arzt hält, profitiert am meisten.

Wie wende ich Retin-A Creme richtig an? (Dosierung und Dauer)

Parameter Empfehlung
Anfangsdosierung 1× täglich abends, erbsengroße Menge auf die betroffenen Hautareale
Maximale Häufigkeit 1× täglich (nicht häufiger!)
Anwendungsdauer Mindestens 6–12 Wochen bis zur Beurteilung der Wirksamkeit
Wirkungseintritt Meist nach 4–12 Wochen sichtbar
Wie auftragen? Dünn auf gereinigte, trockene Haut – nicht auf offene Wunden oder Schleimhäute
  • Wichtiger Hinweis: Die Dosierung sollte individuell an Hauttyp und Verträglichkeit angepasst werden.
  • Bei älteren Menschen oder stark empfindlicher Haut empfiehlt sich der Einstieg mit jeder zweiten Nacht, um Nebenwirkungen zu verringern.
  • Eine Überdosierung bringt keinen Vorteil und erhöht nur das Risiko für Nebenwirkungen wie starke Rötung oder Abschälung.
  • Retin-A Creme ist ausschließlich zur äußerlichen Anwendung bestimmt – niemals oral einnehmen!

Besonderheit: Die Tube stets gut verschließen und vor Licht schützen, da Tretinoin lichtempfindlich ist.

Was beeinflusst die Wirkung? Lebensstil, Ernährung und Wechselwirkungen (Q&A)

Kann ich Retin-A Creme mit anderen Pflegeprodukten kombinieren?
Nur milde, nicht reizende Feuchtigkeitscremes sind erlaubt. Starke Peelings, Fruchtsäuren oder alkoholhaltige Tonics sollten vermieden werden, da sie die Haut zusätzlich reizen können.
Muss ich auf bestimmte Lebens- oder Ernährungsgewohnheiten achten?
Ja, der direkte Kontakt mit Sonnenlicht sollte vermieden werden. Während der gesamten Therapie ist ein hoher Lichtschutzfaktor (min. LSF 30) Pflicht – selbst bei bedecktem Himmel.
Hat fettiges Essen oder Alkohol Einfluss auf die Wirkung?
Da Retin-A Creme äußerlich angewendet wird, beeinflussen Nahrung oder Alkohol die Wirkung nicht direkt. Alkoholhaltige Kosmetika jedoch sind kontraindiziert.
Gibt es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten?
Systemische Arzneimittel beeinflussen die Wirkung der Creme in der Regel nicht. Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung von anderen topischen Retinoiden oder Benzoylperoxid – nur nach ärztlicher Rücksprache.
Und Grapefruitsaft?
Da Tretinoin nicht systemisch aufgenommen wird, spielt Grapefruitsaft keine Rolle für die Wirkung der Creme.

Wann darf Retin-A Creme nicht angewendet werden? (Kontraindikationen, Vergleich)

Absolute Kontraindikation Relative Kontraindikation
  • Schwangerschaft (teratogenes Risiko!)
  • Stillzeit (nur nach ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung)
  • Allergie gegen Tretinoin oder Hilfsstoffe
  • Offene, entzündete oder ekzematöse Hautstellen im Anwendungsgebiet
  • Stark empfindliche oder vorgeschädigte Haut
  • Gleichzeitiger Einsatz anderer potenter Reizstoffe (z.B. chemisches Peeling)
  • UV-Licht-Therapie

Erklärung: Gerade bei Kinderwunsch oder Schwangerschaft ist Retin-A Creme strengstens untersagt. Das Risiko von Fehlbildungen ist belegt (EMA). Bei Unsicherheiten immer Rücksprache mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt halten.

Nach Herzinfarkt, Schlaganfall oder schweren Hautkrankheiten: Retin-A Creme ist in diesen Fällen nicht grundsätzlich verboten, doch die Anwendung muss eng ärztlich überwacht werden.

Welche Nebenwirkungen treten auf und wie häufig sind sie?

Häufigkeit Nebenwirkung Mechanismus
Sehr häufig
(>1/10)
Hautrötung, Brennen, Schuppung, Trockenheit Beschleunigte Zellteilung und Abschuppung reizen die Hautoberfläche
Häufig
(1/100–1/10)
Juckreiz, vorübergehende Verschlechterung der Akne (Initialreaktion) Entzündungsreaktion, Adaptationsphase der Haut
Gelegentlich
(1/1.000–1/100)
Bläschen, Krusten, Blasenbildung Überreaktion bei Überempfindlichkeit
Sehr selten
(<1/10.000)
Schwere allergische Reaktion, Pigmentverschiebungen Idiosynkratische Immunreaktion, Lichtempfindlichkeit
  • Leitfaden bei Nebenwirkungen: Bei leichten Reizungen Anwendungspausen einlegen und Feuchtigkeitspflege nutzen. Bei stärkeren oder anhaltenden Reaktionen die Therapie sofort unterbrechen und ärztlichen Rat einholen.
  • Bei Anzeichen auf eine allergische Reaktion (starke Schwellung, Atemnot, starker Ausschlag) sofort Notruf 112 wählen!

Häufige Anwendungsfehler bei Retin-A Creme – aus klinischer Sicht

  1. Zu viel Creme auftragen
    Viele Patienten denken „Viel hilft viel“. Das Gegenteil ist der Fall: Eine erbsengroße Menge genügt. Mehr erhöht nur das Risiko für Nebenwirkungen.
  2. Fehlender Sonnenschutz
    Die Haut ist durch Tretinoin extrem lichtempfindlich. Ohne konsequente Nutzung eines hohen Lichtschutzfaktors kommt es häufig zu Pigmentverschiebungen oder Sonnenbrand.
  3. Kombination mit aggressiven Hautpflegeprodukten
    Gleichzeitige Anwendung von Peelings oder alkoholhaltigen Tonics verstärkt Hautreizungen und kann zu Entzündungen führen.
  4. Unregelmäßige Anwendung
    Nur wer die Creme regelmäßig und wie verordnet nutzt, profitiert langfristig. Pausen aus Zeitmangel oder falscher Angst vor Nebenwirkungen wirken kontraproduktiv.
  5. Abbruch der Therapie bei Anfangsverschlechterung
    Vorübergehende Verschlechterungen („Initialreaktion“) sind häufig und kein Grund, die Behandlung abzubrechen. Bei Unsicherheit aber immer Rücksprache mit der behandelnden Ärztin/dem Arzt.
  6. Auftragen auf feuchte oder gereizte Haut
    Die Haut muss nach der Reinigung vollständig trocken sein. Ansonsten erhöht sich die Aufnahme und damit das Risiko für Irritationen.

Vergleich: Retin-A Creme und Alternativen in Deutschland

Produkt Wirkstoff Beginn der Wirkung Häufigste Nebenwirkungen Preis (ca., 2026) Rezeptpflicht
Retin-A Creme Tretinoin 6–12 Wochen Rötung, Trockenheit, Schuppung 25–45 € (30 g) Ja
Isotrexin Gel Isotretinoin + Erythromycin 4–8 Wochen Reizungen, Brennen 35–50 € (30 g) Ja
Aknefug-EL Gel Benzoylperoxid 2–4 Wochen Trockenheit, Rötung 9–15 € (30 g) Nein
Skinoren Creme Azelainsäure 4–8 Wochen Brennen, Juckreiz 19–31 € (30 g) Nein
  • Retin-A Creme ist besonders wirksam bei Mitessern und unreiner Haut, aber die Geduld und das Durchhaltevermögen müssen stimmen.
  • Benzoylperoxid wirkt schneller, aber kann Kleidung bleichen und ist nicht so effektiv gegen Komedonen.
  • Kombipräparate wie Isotrexin sind bei starker Entzündung sinnvoll, bergen aber ebenfalls Reizpotenzial.

Wichtig: Die individuelle Auswahl des Präparats erfolgt durch die Ärztin oder den Arzt nach Hautbild, Vorerkrankungen und Nebenwirkungsprofil.

Fragen an Dr. Hoffmann aus der Praxis (Q&A)

1. Kann ich Retin-A Creme mein Leben lang verwenden?
In der Praxis ist das selten notwendig. Bei Langzeitgebrauch sollte die Behandlung regelmäßig ärztlich überprüft und ggf. Pausen eingelegt werden, um die Haut nicht dauerhaft zu überfordern.
2. Was mache ich, wenn ich die Anwendung einmal vergessen habe?
Kein Grund zur Sorge – einfach die nächste Dosis wie gewohnt auftragen. Keinesfalls doppelt anwenden!
3. Verträgt sich Retin-A Creme mit Make-up?
In der Regel ja. Es sollte aber auf ölfreie, nicht-komedogene Produkte zurückgegriffen werden und das Make-up abends gründlich entfernt werden.
4. Kann ich in den Urlaub in die Sonne fahren?
Prinzipiell ja, aber konsequenter Sonnenschutz ist Pflicht. Bei starker UV-Belastung empfiehlt sich eine Therapiepause, um Pigmentverschiebungen zu vermeiden.
5. Ist eine Anwendung während der Schwangerschaft möglich?
Nein, absolut kontraindiziert! Sprechen Sie bei Kinderwunsch oder Unsicherheit immer mit Ihrer Frauenärztin/Ihrem Frauenarzt.
6. Welche Folgen hat ein versehentlicher Kontakt mit Schleimhäuten oder Augen?
Sofort mit reichlich Wasser ausspülen und ggf. ärztlichen Rat einholen. Keine dauerhaften Schäden bei zügiger Reaktion zu erwarten.

Retin-A Creme: Wichtige Eckdaten auf einen Blick

Wirkstoff Tretinoin
Konzentrationen 0,025% – 0,1%
Darreichungsform Creme, Gel
Applikationshäufigkeit 1× abends
Rezeptpflicht Ja
Preis (2026, 30 g) 25–45 €
Erstattungsfähigkeit (GKV) Ja, bei medizinischer Indikation

So erhalten Sie Retin-A Creme in Deutschland – Schritt für Schritt

  1. Termin beim Hautarzt
    Vereinbaren Sie einen Termin in Ihrer dermatologischen Praxis – z.B. in München, Berlin oder online per Telemedizin. Bei Online-Diensten (z.B. TeleClinic, Kry) erfolgt die Anamnese per Fragebogen und Videoberatung.
  2. Individuelle Beratung
    Nach Diagnosestellung bewertet die Ärztin/Ihr Arzt, ob Retin-A Creme geeignet ist, und bespricht Alternativen und Risiken.
  3. Rezeptausstellung
    Sie erhalten ein elektronisches oder klassisches Rezept. E-Rezepte werden in allen Apotheken in Deutschland akzeptiert.
  4. Einlösen in der Apotheke
    Sie können das Rezept in einer ortsansässigen Apotheke oder bei einer zugelassenen Online-Apotheke (mit EU-Sicherheitslogo) einlösen. Versandapotheken liefern direkt zu Ihnen nach Hause.
  5. Regelmäßige ärztliche Kontrolle
    Insbesondere zu Therapiebeginn und bei Problemen sollten Kontrolltermine vereinbart werden, um Nebenwirkungen früh zu erkennen.

Legal ist nur der Kauf bei zugelassenen deutschen oder EU-Versandapotheken, die ein gültiges Rezept verlangen und das EU-Sicherheitslogo führen (BfArM). Seiten ohne Rezeptpflicht sind illegal und fast immer unseriös.

  • Risiko illegaler Anbieter: Gefahr von Fälschungen, keine Qualitätskontrolle, rechtliche Konsequenzen bis zur Strafanzeige.
  • Rezeptpflicht: Ohne Verordnung erhalten Sie in Deutschland keine Retin-A Creme auf legalem Weg.
  • Sicherheitsmerkmale prüfen: Achten Sie auf das EU-Versandapotheken-Logo (grünes Kreuz oder EU-Flagge mit weißer Kapsel), die Adresse der Apotheke in Deutschland und ein Impressum.

Wie erkenne ich eine Original-Retin-A Creme und keine Fälschung?

Qualitätscheck – So sollte die Originalverpackung aussehen:
  • Tube mit Chargennummer, Herstellerlogo und deutscher Packungsbeilage
  • Klare, scharfe Druckqualität und keine Schreibfehler
  • Gültiges Haltbarkeitsdatum (nicht überklebt!)
  • Bei deutschen Apotheken: Aufdruck „verschreibungspflichtig“
  • Oft: QR-Code oder Hologramm zur Echtheitsprüfung

Warnzeichen für Fälschungen: Extrem niedriger Preis, fehlende deutsche Packungsbeilage, untypische Tubenfarbe oder abweichende Konsistenz und Geruch. Im Zweifelsfall Arzt oder Apotheker aufsuchen!

Retin-A Creme: Original vs. Generika – was ist zu beachten?

Nach Ablauf des Patentschutzes sind verschiedene Generika mit Tretinoin in Deutschland erhältlich, z.B. von Aliud Pharma, Ratiopharm und Stada. Generika enthalten denselben Wirkstoff und müssen bioäquivalent sein (EMA).

  • Unterschiede: Meist nur in den Hilfsstoffen (Parfüm, Emulgatoren). Menschen mit sehr empfindlicher Haut können auf bestimmte Zusatzstoffe reagieren.
  • Vorteile der Generika: Meist günstiger (ab ca. 18–30 € pro 30 g), bei gleicher Wirkung. Die Sicherheit und Prüfpflichten in Deutschland sind exakt wie beim Original.
  • Kritischer Punkt: Bei Allergien auf Hilfsstoffe (z.B. Parabene, Duftstoffe) unbedingt die Zusammensetzung vergleichen und ggf. das Original bevorzugen.

Sicherheitscheck: Kompatibilität mit anderen Produkten

Produkt/Arznei Kombinierbar? Konsequenzen
Feuchtigkeitscreme (ohne Alkohol/Parfüm) Ja Verbessert Verträglichkeit
Peeling (mechanisch/chemisch) Nein Starke Hautirritation möglich
Benzoylperoxid (gleichzeitig) Nur auf Anordnung Arzt/Ärztin Reizsteigerung
Systemische Antibiotika Ja Keine Interaktion zu erwarten
Sonnencreme (LSF 30+) Ja Unverzichtbar!

Was tun bei Überdosierung? Handlungsanleitung

  1. Sofortige Anwendung stoppen und Creme vorsichtig abwaschen.
  2. Haut kühlen (mit Wasser, ohne Reibung) und keine weiteren Produkte auftragen.
  3. Bei leichten Symptomen abwarten, ggf. Arzt kontaktieren.
  4. Bei schweren Symptomen (z.B. großflächige Blasen, Atemnot, starke Schwellung): Notruf 112 wählen!
  5. Immer mitteilen, wie viel und wann die Creme aufgetragen wurde.

Hinweis: Eine systemische Vergiftung durch äußerliche Anwendung ist extrem selten, aber starke Hautreaktionen sind möglich.

Besondere Patientengruppen und Familienplanung

  • Kinder und Jugendliche unter 12 Jahren: Anwendung nur unter strenger ärztlicher Kontrolle, da Studien fehlen.
  • Schwangerschaft: Strikt kontraindiziert – auch geringe Mengen können das Risiko für Fehlbildungen erhöhen.
  • Stillende Frauen: Nur nach Nutzen-Risiko-Abwägung und nicht auf die Brust auftragen.
  • Chronische Hauterkrankungen (z.B. Rosazea, Neurodermitis): Erhöhtes Risiko für Reizungen, daher engmaschige Abstimmung mit Dermatologen erforderlich.
  • Fahrtüchtigkeit: Beeinträchtigung ist durch äußere Anwendung nicht zu erwarten.
  • Fertilität: Bisher keine Hinweise auf negative Auswirkungen bei bestimmungsgemäßer Anwendung.

Psychologische Aspekte und Unterstützung

Akne und Hautunreinheiten sind in Deutschland weitverbreitet – Sie sind damit keinesfalls allein. Viele Betroffene erleben psychische Belastungen, Unsicherheit oder sogar soziale Isolation. Sprechen Sie offen mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt über Ihre Sorgen. Auch der Austausch mit anderen Betroffenen, z.B. in Selbsthilfegruppen oder Online-Foren, kann hilfreich sein. Die gute Nachricht: In den allermeisten Fällen ist Akne behandelbar, und langfristige Verbesserungen sind erreichbar.

Mein professionelles Fazit – Dr. Hoffmann

Retin-A Creme ist aus meiner dermatologischen Sicht die Goldstandard-Therapie bei Akne mit Komedonenbildung sowie bei bestimmten Formen der Hautalterung oder Hyperpigmentierung. Sie entfaltet ihre Wirkung zuverlässig, erfordert aber Disziplin, Geduld und konsequenten Sonnenschutz. Nicht jeder Hauttyp verträgt Tretinoin gleich gut – insbesondere bei sehr sensibler oder vorgeschädigter Haut wähle ich manchmal Alternativen wie Azelainsäure oder niedrig dosiertes Benzoylperoxid. Bei Frauen mit Kinderwunsch oder in der Schwangerschaft ist Retin-A Creme kategorisch ausgeschlossen. Viele Patientinnen und Patienten profitieren am meisten, wenn sie sich an die ärztlichen Empfehlungen halten, Geduld zeigen und bei Nebenwirkungen frühzeitig kommunizieren. Insgesamt überwiegen bei richtiger Anwendung die Vorteile, doch der Therapieerfolg steht und fällt mit der individuellen Anpassung. Im Zweifel gilt: Lieber nachfragen als riskieren.

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Retin-A Creme

Kann ich Retin-A Creme ohne Rezept kaufen?
Nein, in Deutschland ist ein ärztliches Rezept zwingend erforderlich.
Wie schnell wirkt Retin-A Creme gegen Akne?
Erste sichtbare Verbesserungen treten meist nach 6–12 Wochen auf.
Was kostet Retin-A Creme in Deutschland?
Der Preis liegt in der Regel zwischen 25 und 45 Euro pro 30 g Tube (Stand 2026).
Ist eine Anwendung während Schwangerschaft oder Stillzeit möglich?
Schwangerschaft: Nein, streng verboten! Stillzeit nur nach ärztlicher Rücksprache.
Wie lange muss ich Retin-A Creme anwenden?
Eine Beurteilung ist nach 6–12 Wochen möglich. Bei guter Wirkung kann die Behandlung über Monate fortgeführt werden.
Was passiert, wenn ich zu viel auftrage?
Dies erhöht die Gefahr starker Hautreizungen und bringt keinen Therapie-Vorteil. Im Zweifel Anwendung sofort stoppen und ggf. ärztlichen Rat einholen.
Sind Generika genauso wirksam wie das Original?
Ja, sie müssen in Deutschland bioäquivalent sein und werden streng geprüft.
Darf ich Retin-A Creme im Sommer verwenden?
Ja, aber nur mit konsequentem Sonnenschutz (LSF 30+, auch an bewölkten Tagen).
Kann ich Make-up über Retin-A Creme auftragen?
Ja, nach vollständiger Einziehung der Creme und bei Verwendung nicht-komedogener Produkte.
Kann ich Retin-A Creme bei Rosazea oder Neurodermitis anwenden?
Nur nach dermatologischer Rücksprache, da hier das Risiko für Verschlechterung besteht.

Quellen und Literatur

Abschließend: Retin-A Creme ist ein bewährtes, aber potentes Medikament. Konsultieren Sie bei Fragen immer eine Fachärztin oder einen Facharzt für Dermatologie in Deutschland!

Dr. Sebastian Hoffmann
Medizinisch geprüft von
Facharzt für Allgemeinmedizin · Klinischer pharmazeut · klinische pharmakologie und allgemeinmedizin
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Wichtiger medizinischer Hinweis : Die Informationen auf dieser Website dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Auch wenn ein Produkt ohne Rezept erhältlich ist, sollten die Anwendungshinweise sorgfältig gelesen und die empfohlene Dosierung eingehalten werden. Bei Nebenwirkungen, Gegenanzeigen oder Fragen zur Behandlung wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

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