Disulfiram online in Deutschland

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Antabus
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Disulfiram

Ab0.48 €

Informationen über Disulfiram

Geschätzte Lesezeit: 15 min
Veröffentlicht : 13.05.2026 Aktualisiert : 21.06.2026 Medizinisch geprüft : 01.06.2026
HandelsbezeichnungDisulfiram
HauptwirkstoffDisulfiram
EinsatzgebietAlkoholabhängigkeit / Rückfallprophylaxe
Verfügbare Tablettenstärken200 mg, 400 mg
Wie schnell setzt die Wirkung ein?1–2 Stunden nach Einnahme
Wie lange hält die Wirkung an?Bis zu 1–2 Wochen nach Einnahme
Regelmäßige Einnahme erforderlich?Täglich, nach ärztlicher Vorgabe
Erhältlich nur auf Rezept?Ja, verschreibungspflichtig in Deutschland

Disulfiram gegen Alkoholabhängigkeit – Ihre Möglichkeiten in Deutschland

Disulfiram ist ein bewährtes Medikament zur Unterstützung von Menschen, die ihre Alkoholabhängigkeit dauerhaft überwinden möchten. Es richtet sich speziell an Erwachsene mit einer Alkoholerkrankung und ist in Deutschland als rezeptpflichtige Arznei verfügbar. Das Ziel: nachhaltige Abstinenz und die Vermeidung von Rückfällen.

Alkoholabhängigkeit: Verbreitung, Realität und Hoffnung

Alkoholabhängigkeit ist nicht selten und betrifft Menschen aus allen sozialen Schichten. Laut dem Bundesministerium für Gesundheit, 2022, leben in Deutschland rund 1,6 Millionen Erwachsene mit einer Alkoholabhängigkeit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) weist darauf hin, dass Deutschland europaweit zu den Ländern mit dem höchsten Alkoholkonsum zählt. Dies zeigt: Sie sind nicht allein. Entscheidend ist, dass Alkoholabhängigkeit als behandelbare Erkrankung anerkannt wird und effektive Hilfen existieren. Es handelt sich nicht um persönliches Versagen, sondern um eine medizinische Herausforderung, für die es bewährte Unterstützung gibt.

Wie Disulfiram hilft: Wirkmechanismus und was Sie davon spüren

Disulfiram wirkt nicht wie andere Medikamente direkt auf das Verlangen nach Alkohol. Stattdessen blockiert es gezielt ein Enzym in der Leber, das normalerweise Alkohol abbaut (Aldehyddehydrogenase). Wird nach Einnahme von Disulfiram Alkohol konsumiert, sammelt sich im Körper ein giftiges Zwischenprodukt (Acetaldehyd) an. Dies führt zu sofortigen, äußerst unangenehmen körperlichen Reaktionen wie Gesichtsrötung, Herzrasen, Übelkeit, Kopfschmerzen und Blutdruckabfall. Diese Kettenreaktion entsteht schon bei kleinen Mengen Alkohol und hält mehrere Stunden an.

In der Praxis bedeutet das: Wer Disulfiram einnimmt und trotzdem Alkohol trinkt, erlebt eine rasche und starke Abneigung gegen Alkohol. Dadurch wird das Risiko für einen Rückfall oft deutlich verringert. Die Wirkung setzt meist innerhalb einer Stunde nach Einnahme ein und bleibt, je nach Dosis und individuellen Faktoren, bis zu zwei Wochen bestehen. Für viele Betroffene ist dieses „Abschreckungsprinzip“ ein wirksamer Schutzmechanismus, insbesondere in kritischen Situationen, in denen die Selbstkontrolle gefährdet ist.

Passt Disulfiram zu mir? Entscheidungshilfe für typische Situationen

Situation Empfehlung Begründung
Sie sind entschlossen, keinen Alkohol mehr zu trinken und wünschen eine zusätzliche „Sicherheitsbarriere“ gegen Rückfälle. Disulfiram geeignet Das starke Unwohlsein bei Alkoholkonsum unter Disulfiram wirkt abschreckend und unterstützt die Abstinenz.
Sie haben bereits mehrere Abstinenzversuche unternommen, aber das Verlangen nach Alkohol ist sehr stark und andere Medikamente (z. B. Acamprosat) haben nicht geholfen. Disulfiram kann erwogen werden Vor allem bei ausgeprägtem Risiko für Rückfälle kann Disulfiram eine wirksame Option sein, wenn andere Ansätze versagen.
Sie sind häufig in beruflichen oder privaten Situationen, in denen versehentlich Alkohol aufgenommen werden könnte (z. B. Firmenfeiern, Restaurantbesuche) oder können die Einnahme von Alkohol nicht sicher ausschließen. Disulfiram ungeeignet Bereits kleinste Mengen Alkohol führen zu gefährlichen Reaktionen; in solchen Situationen sind andere Medikamente (z. B. Naltrexon, Acamprosat) besser geeignet.
Sie haben schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Leberprobleme. Disulfiram kontraindiziert Das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen überwiegt in diesen Fällen.

Damit wird deutlich: Disulfiram ist vor allem dann sinnvoll, wenn absolute Abstinenz das Ziel ist und eine bewusste Entscheidung gegen Alkohol getroffen wurde. Wer sich nicht sicher ist, ob er konsequent auf Alkohol verzichten kann, sollte gemeinsam mit einem Arzt Alternativen abwägen.

Alltag mit Disulfiram: Anwendung, Besonderheiten und Tipps

  • Einnahmezeitpunkt: Disulfiram wird meist morgens einmal täglich mit ausreichend Wasser eingenommen, unabhängig von den Mahlzeiten.
  • Alkoholfreies Umfeld: Während der Behandlung ist jeglicher Kontakt mit Alkohol (auch in versteckter Form, z. B. in Medikamenten, Soßen, Parfüm) strikt zu vermeiden.
  • Behandlungsdauer: Die Therapiedauer hängt vom individuellen Verlauf ab und wird mit dem Arzt festgelegt; häufig zwischen mehreren Monaten bis zu einem Jahr.
  • Was tun bei vergessener Einnahme? Holen Sie die Einnahme nicht nach, sondern setzen Sie die Therapie wie gewohnt am nächsten Tag fort. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie mehr als eine Dosis ausgelassen haben.
  • Was tun, wenn keine Wirkung spürbar ist? Die Wirkung ist meist nicht direkt spürbar, solange kein Alkohol konsumiert wird. Bei Unsicherheit hilft das Gespräch mit dem behandelnden Arzt oder einer Suchtberatungsstelle.
  • Beginnt die Therapie erst nach vollständiger Entgiftung: Vor der ersten Einnahme muss mindestens 24 Stunden (besser 48 Stunden) kein Alkohol konsumiert worden sein, um Komplikationen zu vermeiden.
„Als behandelnder Arzt rate ich, immer einen Notfallplan zu besprechen: Was tun bei versehentlichem Alkoholkonsum? Die Betroffenen und ihre Angehörigen sollten die Symptome und Verhaltensregeln kennen.“
– Dr. med. Sebastian Hoffmann

Gegenanzeigen: Für wen ist Disulfiram nicht geeignet?

Disulfiram darf nicht eingenommen werden, wenn bestimmte Erkrankungen vorliegen oder bestimmte Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Die wichtigsten Kontraindikationen und ihre Hintergründe:

  • Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen – weil der Alkohol-Disulfiram-Effekt zu akutem Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen oder im Extremfall Kreislaufversagen führen kann.
  • Leberinsuffizienz oder schwere Lebererkrankungen – weil Disulfiram selbst lebertoxisch wirken kann und bei vorgeschädigter Leber lebensbedrohliche Komplikationen auftreten können.
  • Psychosen oder schwere depressive Episoden – weil Disulfiram das Risiko für psychiatrische Nebenwirkungen erhöht.
  • Überempfindlichkeit gegen Disulfiram oder andere Thioverbindungen – weil allergische Reaktionen möglich sind.
  • Schwangerschaft und Stillzeit – weil die Sicherheit für das Kind nicht ausreichend belegt ist.

Vor Beginn der Therapie ist eine ärztliche Untersuchung zwingend notwendig, um mögliche Risiken auszuschließen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

  • Häufig (mehr als 1 von 10 Behandelten): Müdigkeit, Kopfschmerzen, Hautausschläge, metallischer Geschmack im Mund, Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen.
  • Gelegentlich (1–10 von 100): Leberschäden (Erhöhung der Leberwerte), allergische Hautreaktionen, Nervosität, Stimmungsschwankungen.
  • Selten (weniger als 1 von 100): Psychosen, Verwirrtheit, schwere Hepatitis, Polyneuropathie (Nervenentzündungen).
  • Bei Alkoholaufnahme unter Therapie: Schneller Puls, Blutdruckabfall, Schwindel, Atemnot, Gesichtsrötung und Herzbeschwerden – können lebensbedrohlich sein.

Wenn starke Beschwerden wie Atemnot, Brustschmerzen, schwere Übelkeit oder Bewusstseinsstörungen auftreten, ist unverzüglich ärztliche Hilfe zu rufen. In Deutschland ist dies der ärztliche Notruf 112.

Wechselwirkungen: Was ist zu beachten?

Disulfiram interagiert mit verschiedenen Medikamenten und auch mit bestimmten Alltagsstoffen:

  • Mit Alkohol: Bereits geringste Mengen – auch als Bestandteil von Arzneimitteln, Essig, Süßspeisen oder Mundspülungen – führen zu schweren Reaktionen. Immer die Zutatenliste prüfen!
  • Mit bestimmten Psychopharmaka und Antiepileptika: Die Wirkung kann verstärkt oder abgeschwächt werden, das Risiko für Nebenwirkungen steigt.
  • Mit Blutverdünnern (z. B. Warfarin): Die Blutgerinnung kann beeinflusst werden; regelmäßige Kontrollen sind erforderlich.
  • Mit bestimmten Antibiotika (z. B. Metronidazol): Es können schwere neurologische Komplikationen auftreten.

Eine vollständige Liste der möglichen Wechselwirkungen erhalten Sie von Ihrem Arzt oder Apotheker. Teilen Sie immer alle eingenommenen Medikamente, auch pflanzliche Mittel und Nahrungsergänzungsmittel, mit.

Disulfiram, Alternativen und die ehrliche Vergleichsperspektive

Wirkstoff Wirkprinzip Für wen geeignet? Wichtige Einschränkungen
Disulfiram Blockiert Alkoholabbau, verursacht Unverträglichkeitsreaktionen bei Alkoholkonsum Für Patienten mit hoher Abstinenzbereitschaft und starker Rückfallgefahr Strikte Alkoholvermeidung, nicht für alle Alltagssituationen praktikabel
Acamprosat Wirkt auf Botenstoffe im Gehirn, vermindert Verlangen nach Alkohol Für Menschen, die das Verlangen nach Alkohol reduzieren wollen Effekt tritt langsam ein, keine „Barriere“ bei Rückfall
Naltrexon Blockiert Opiat-Rezeptoren, vermindert „Belohnung“ durch Alkohol Für Betroffene, die schrittweise reduzieren oder kontrolliert trinken möchten Weniger geeignet bei ausgeprägter Lebererkrankung

Disulfiram ist besonders wirksam, wenn absolute Abstinenz gewünscht und realisierbar ist. Wer sich nicht sicher ist, alkoholhaltige Produkte konsequent zu meiden oder häufiger unbeabsichtigt in Kontakt mit Alkohol kommt, fährt mit anderen Medikamenten sicherer. Der behandelnde Arzt kann anhand der Lebenssituation und Begleiterkrankungen die passende Therapieoption empfehlen. Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist Disulfiram in Deutschland zur Rückfallprophylaxe zugelassen und unterliegt strengen Sicherheitsvorgaben.

Was kostet die Behandlung mit Disulfiram? Die echte Preisübersicht für Deutschland

Kostenpunkt Betrag Bemerkung
Arzttermin zur Erstverordnung ca. 25–40 € Hausarzt oder Facharzt, privat ggf. höher
Rezeptgebühr (gesetzlich versichert) ca. 5–10 € Je nach Kassenregelung
Disulfiram-Tabletten (Monatspackung 30x200 mg) ca. 35–60 € Herstellerabhängig, Original oder Generikum
Versand/Abholung in Apotheke 0–8 € Online-Versand oder Vor-Ort-Apotheke
Gesamtkosten ca. 65–120 € Erstbehandlung inkl. Medikament und Rezept

Die Preise können regional und je nach Anbieter variieren. Der Erwerb ohne Rezept ist gesetzlich in Deutschland nicht erlaubt. Online-Angebote, die Disulfiram ohne Rezept anbieten, bewegen sich außerhalb der gesetzlichen Regelungen und bergen zusätzliche Risiken, z. B. Fälschungen oder fehlende Beratung. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten in bestimmten Fällen, wenn die Indikation klar gestellt ist.

Offene Fragen zum Bezug und zur Alltagstauglichkeit

Einige Fragen tauchen selbst nach ausführlicher Information immer wieder auf:

  1. Kann ich Disulfiram in jeder Apotheke in Deutschland bekommen?
    Ja, mit gültigem Rezept ist Disulfiram in allen deutschen Apotheken bestellbar. Die Lieferzeit liegt meist bei 1–2 Tagen, bei Generika oft schneller.
  2. Gibt es Generika oder nur Originalpräparate?
    In Deutschland sind verschiedene Generika ebenso wie das Originalpräparat verfügbar. Die Wirkstoffqualität ist nach BfArM-Vorgaben identisch geprüft.
  3. Was, wenn ich trotz Therapie einen starken Rückfall habe?
    In diesem Fall sollten Sie sofort ärztliche Hilfe suchen und eine offene Rückfallbesprechung führen. Disulfiram ist eine Hilfe, aber kein Allheilmittel. Langfristig ist eine Kombination mit psychosozialer Unterstützung nachweislich am wirksamsten.

Woher stammen diese Informationen?

Dr. Sebastian Hoffmann
Medizinisch geprüft von
Facharzt für Allgemeinmedizin · Klinischer pharmazeut · klinische pharmakologie und allgemeinmedizin
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Wichtiger medizinischer Hinweis : Die Informationen auf dieser Website dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Auch wenn ein Produkt ohne Rezept erhältlich ist, sollten die Anwendungshinweise sorgfältig gelesen und die empfohlene Dosierung eingehalten werden. Bei Nebenwirkungen, Gegenanzeigen oder Fragen zur Behandlung wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.

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