Methocarbamol online in Deutschland
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Informationen über Methocarbamol
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die Einnahme von Medikamenten, einschließlich Methocarbamol, darf nur nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt erfolgen. Selbstmedikation kann lebensgefährlich sein.
Kann man Methocarbamol in Deutschland ohne Rezept bekommen?
Methocarbamol ist in Deutschland ausschließlich rezeptpflichtig. Ein Erwerb ohne ärztliches Rezept ist nicht legal möglich. Der Bezug über nicht zugelassene Quellen ist mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbunden.
Das Wichtigste in Kürze: Methocarbamol in Deutschland
- Methocarbamol eignet sich vor allem zur kurzfristigen Behandlung schmerzhafter Muskelverspannungen.
- Eine ärztliche Verordnung ist in Deutschland zwingend erforderlich.
- Die Wirkung setzt meist innerhalb von 30–60 Minuten ein – die maximale Entspannung wird häufig nach 1–2 Stunden erreicht.
- Zu den wichtigsten Sicherheitsaspekten zählen Müdigkeit und Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit.
- Bei ausbleibender Wirkung oder ungewöhnlichen Nebenwirkungen sollte umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden.
Was ist Methocarbamol?
Methocarbamol ist ein zentral wirkendes Muskelrelaxans, das zur symptomatischen Behandlung schmerzhafter Muskelverspannungen und Muskelkrämpfe eingesetzt wird.
In Deutschland sind Präparate wie Ortoton® (Wirkstoff: Methocarbamol) zugelassen. Die Anwendung erfolgt meist kurzfristig, oft in Kombination mit physiotherapeutischen Maßnahmen (z. B. nach akuten Rückenschmerzen, Muskelverletzungen oder Bandscheibenproblemen).
Wie wirkt Methocarbamol im Körper? (Wirkmechanismus einfach und verständlich)
Methocarbamol entfaltet seine Wirkung im zentralen Nervensystem, vermutlich durch Hemmung polysynaptischer Reflexe im Rückenmark.
Die genaue biochemische Zielstruktur ist noch nicht abschließend aufgeklärt. Aktuell wird davon ausgegangen, dass Methocarbamol die Erregungsweiterleitung in den motorischen Neuronen des Rückenmarks moduliert, wodurch die Muskelspannung herabgesetzt wird.
Im Gegensatz zu peripher wirksamen Muskelrelaxanzien blockiert Methocarbamol keine spezifischen Rezeptoren, sondern beeinflusst wahrscheinlich die neuronale Signalübertragung indirekt.
Vereinfacht gesagt: Methocarbamol wirkt wie ein "Dämpfer" für überreizte Nervensignale, die zu Muskelverspannungen führen.
Wichtig zu wissen: Die muskelentspannende Wirkung tritt nur ein, wenn tatsächlich eine erhöhte Muskelspannung (Spasmus) vorliegt. Gesunde Muskeln werden nicht weiter entspannt.
Mythos vs Realität: Viele Patientinnen und Patienten glauben, Methocarbamol wirke wie ein Schmerzmittel direkt gegen Schmerzen. Tatsächlich behandelt es nicht die Schmerzursache, sondern reduziert die Muskelspannung, wodurch Schmerzen gelindert werden können.
Realitätscheck: Was Patienten häufig erwarten – und was Methocarbamol wirklich leisten kann
Kommentar von Dr. med. Sebastian Hoffmann: In meiner Sprechstunde begegnet mir oft das Missverständnis, dass Methocarbamol die eigentliche Ursache von Muskelproblemen „heile“. Viele Patientinnen und Patienten erwarten eine sofortige, vollständige Beschwerdefreiheit. Tatsächlich beobachte ich, dass der Behandlungserfolg meist an der Geschwindigkeit des Nachlassens der Schmerzen gemessen wird – selten an der eigentlichen Muskelentspannung. Eine wichtige Frage, die selten gestellt wird, ist: „Wie lange sollte ich Methocarbamol nehmen, wenn es nicht sofort wirkt?“ Und: „Wann sind ergänzende Maßnahmen wie Physiotherapie nötig?“ Ein häufiger Stolperstein ist die Erwartung, nach wenigen Tabletten dauerhaft schmerzfrei zu sein, obwohl die Muskelursache fortbesteht. Hier ist realistische Aufklärung entscheidend.
Wie wird Methocarbamol richtig eingenommen?
Die Dosierung sollte immer individuell durch eine Ärztin oder einen Arzt festgelegt werden. Grundsätzlich gilt:
- Erwachsene beginnen meist mit 2 Tabletten à 500 mg 3–4-mal täglich (entspricht 3–4 g/Tag). Bei Bedarf kann die Tagesdosis auf maximal 8 Tabletten (4 g) gesteigert werden.
- Bei älteren oder leber-/nierenkranken Patientinnen und Patienten empfiehlt sich eine niedrigere Anfangsdosis (oft 1 Tablette 3-mal täglich).
- Tabletten sollten mit ausreichend Flüssigkeit unzerkaut eingenommen werden.
- Die Einnahme kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.
- Methocarbamol Tabletten dürfen nur nach Rücksprache mit der Ärztin/dem Arzt geteilt werden (nicht alle sind teilbar).
Wirkbeginn: Die Wirkung setzt meist nach 30–60 Minuten ein.
Wirkdauer: Die muskelentspannende Wirkung hält etwa 4–6 Stunden an.
Behandlungsdauer: In der Regel sollte Methocarbamol nur über wenige Tage (höchstens 7 Tage) eingenommen werden.
Nicht länger als ärztlich verordnet anwenden!
Beeinflussen Ernährung, Alkohol und Lebensstil die Wirkung von Methocarbamol?
- Alkohol: Alkohol verstärkt die dämpfende Wirkung auf das zentrale Nervensystem erheblich. Gemeinsamer Konsum kann zu tiefer Schläfrigkeit, Atemdepression und Koordinationsstörungen führen – strikt vermeiden!
- Fettreiche Nahrung: Es gibt keine Hinweise darauf, dass fettige Speisen die Aufnahme maßgeblich verzögern (wie z. B. bei manchen anderen Arzneistoffen).
- Grapefruitsaft: Nach aktuellem Stand (BfArM, Stand 2026) sind keine relevanten Wechselwirkungen mit Grapefruitsaft bekannt.
- Koffein und Nikotin: Diese Substanzen beeinflussen die Wirkung von Methocarbamol nicht signifikant.
- Lebensstil: Während der Einnahme sollte auf das Führen von Fahrzeugen, das Bedienen schwerer Maschinen und riskante Tätigkeiten verzichtet werden.
Für wen ist Methocarbamol nicht geeignet?
- Absolute Kontraindikationen (niemals anwenden):
-
- Bekannte Überempfindlichkeit gegen Methocarbamol oder einen der sonstigen Bestandteile.
- Akute Vergiftungen mit Alkohol, Schlaf- oder Beruhigungsmitteln.
- Schwere myasthenische Erkrankungen (z. B. Myasthenia gravis).
- Relative Kontraindikationen (nur nach sorgfältiger Abwägung):
-
- Schwere Leberfunktionsstörungen
- Schwere Niereninsuffizienz
- Schwangerschaft und Stillzeit (fehlende Daten zur Sicherheit; Anwendung nur bei zwingender Indikation)
- Ältere Patientinnen und Patienten (erhöhte Sturzgefahr, sedierende Wirkung)
- Nach Herzinfarkt:
- Nach einem frischen Herzinfarkt (innerhalb von 3 Monaten) sollte Methocarbamol nur unter strenger ärztlicher Überwachung gegeben werden. Der Einfluss auf das Herz ist gering, aber unsichere Kreislaufverhältnisse können problematisch sein.
Weshalb?
Die dämpfende Wirkung von Methocarbamol auf das zentrale Nervensystem kann bei einigen dieser Erkrankungen zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen (z. B. Atemdepression, Kreislaufzusammenbruch).
Welche Nebenwirkungen sind bei Methocarbamol möglich?
- Sehr häufig (>1/10):
-
- Müdigkeit, Benommenheit
- Schwindel
- Häufig (>1/100 bis <1/10):
-
- Übelkeit
- Kopfschmerzen
- Sehstörungen (unscharfes Sehen, Doppeltsehen)
- Verwirrtheit (insbesondere bei älteren Personen)
- Gelegentlich (>1/1.000 bis <1/100):
-
- Hautausschlag, Juckreiz
- Herzrasen, Blutdruckabfall
- Selten bis sehr selten (<1/1.000):
-
- Allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock
- Epileptische Anfälle (bei entsprechender Veranlagung)
- Schwere Hautreaktionen
Was tun bei Nebenwirkungen?
Bei leichten Nebenwirkungen wie Müdigkeit: Arztbesuch zur Dosisanpassung.
Bei schweren Symptomen (Atemnot, Kreislaufbeschwerden, Ausschlag): Sofort ärztliche Hilfe (Notruf 112)!
Typische Fehler bei der Anwendung von Methocarbamol – und wie Sie sie vermeiden
- Zu frühe Beendigung der Therapie: Viele brechen die Einnahme ab, sobald die Schmerzen nachlassen – oft bevor die Muskelverspannung ausreichend gelöst ist. Tipp: Die verordnete Therapiedauer einhalten.
- Eigenmächtige Dosissteigerung: Bei ausbleibender schneller Wirkung wird spontan die Dosis erhöht. Folge: Gefahr schwerer Nebenwirkungen, insbesondere bei älteren Menschen.
- Kombination mit Alkohol oder weiteren Beruhigungsmitteln: Führt zu verstärkter Müdigkeit, Koordinationsstörungen und Unfallrisiko.
- Fahren von Fahrzeugen trotz Therapie: Viele unterschätzen die Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit und das Risiko für andere.
- Tablettenteilung ohne Rücksprache: Nicht alle Tabletten sind teilbar; falsches Teilen kann zu ungenauer Dosierung führen.
Wie schneidet Methocarbamol im Vergleich zu anderen Muskelrelaxanzien ab?
In der Praxis werden bei Muskelverspannungen neben Methocarbamol auch andere zentral wirkende Muskelrelaxanzien wie Baclofen und Tizanidin eingesetzt. Hier die wichtigsten Unterschiede:
| Wirkstoff | Wirkbeginn | Wirkdauer | Typische Nebenwirkungen | Preis/Packung (Stand 2026) | Rezeptpflicht |
|---|---|---|---|---|---|
| Methocarbamol (z. B. Ortoton®) | 30–60 Min. | 4–6 Std. | Müdigkeit, Schwindel, Sehstörungen | 15–22 € / 20 Stk. 500 mg | Ja |
| Baclofen | 1–2 Std. | 4–8 Std. | Muskelschwäche, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen | 12–18 € / 50 Stk. 10 mg | Ja |
| Tizanidin | 30–60 Min. | 3–6 Std. | Schläfrigkeit, niedriger Blutdruck, Mundtrockenheit | 14–20 € / 30 Stk. 2 mg | Ja |
Fazit: Methocarbamol zeichnet sich durch eine rasche Wirkung und relativ kurze Halbwertszeit aus. Es gilt als gut verträglich, ist aber – wie alle zentralen Muskelrelaxanzien – nicht für den Langzeitgebrauch geeignet.
Technische Daten und Eigenschaften von Methocarbamol
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Wirkstoff | Methocarbamol |
| Handelsnamen in Deutschland | Ortoton®, Generika |
| Dosisstärken | 500 mg Tabletten |
| Formen | Tabletten, Infusionslösung (nur stationär) |
| Halbwertszeit | 1–2 Stunden |
| Metabolisierung | Leber (Hepatisch) |
| Ausscheidung | Über die Nieren (renal), ca. 90 % als Metabolite |
| Lagerung | Trocken, unter 25°C, Originalverpackung |
| Verschreibungspflicht | Ja |
Kompatibilitäts-Check: Methocarbamol und andere Medikamente
| Arznei- oder Produktgruppe | Kann kombiniert werden? | Mögliche Folgen |
|---|---|---|
| Paracetamol/Ibuprofen | Ja | Keine Wechselwirkung, kombinierte Schmerzreduktion möglich |
| Benzodiazepine (z. B. Diazepam) | Nein | Starke Sedierung, Atemnot, Lebensgefahr |
| Alkohol | Nein | Verstärkte Müdigkeit bis Bewusstlosigkeit |
| Opioid-Schmerzmittel | Nicht empfohlen | Verstärkte zentrale Dämpfung, Sturzgefahr |
| Antidepressiva (trizyklisch) | Mit Vorsicht | Steigerung der sedierenden Wirkung möglich |
Methocarbamol in Deutschland erhalten – Schritt-für-Schritt
- Ärztliche Beratung: Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrer Hausärztin/Ihrem Hausarzt oder einer Fachärztin/einem Facharzt (z. B. Orthopädie, Neurologie).
- Klinische Untersuchung: Die Ärztin/der Arzt prüft, ob Muskelverspannungen vorliegen und Methocarbamol geeignet ist.
- Rezeptausstellung: Bei medizinischer Indikation erhalten Sie ein verschreibungspflichtiges Rezept.
- Einlösen des Rezepts: Sie können Methocarbamol in jeder öffentlichen Apotheke oder – bei Vorlage eines E-Rezepts – in zugelassenen deutschen Online-Apotheken erhalten.
- Beratung in der Apotheke: Apothekerinnen und Apotheker informieren Sie über Einnahme, Wechselwirkungen und Risiken.
- Bei Rückfragen oder Problemen: Kontaktieren Sie die Ärztin/den Arzt oder die Apotheke erneut.
Wie erkenne ich eine seriöse Online-Apotheke in Deutschland?
- EU-Sicherheitslogo: Jede legale Online-Apotheke trägt das offizielle EU-Logo (DIMDI).
- Deutsche Versandhandelserlaubnis: Prüfen Sie das Impressum und die Liste der zugelassenen Versandapotheken beim BfArM/DIMDI.
- Klare Rezeptpflicht: Eine echte Apotheke verlangt immer ein Rezept für Methocarbamol.
- Vorsicht bei Dumpingpreisen: Ungewöhnlich niedrige Preise deuten auf Fälschungen oder illegalen Verkauf hin.
- Keine Werbung für rezeptfreie Lieferung: Angebote ohne Rezept sind illegal und riskant.
Risiken unseriöser Anbieter: Gefahr von Fälschungen, fehlender Beratung, Zollproblemen und Strafen.
Wie erkennt man gefälschtes Methocarbamol?
- Originalverpackung: In Deutschland zugelassene Methocarbamol-Präparate haben immer eine deutsche, lückenlose Beschriftung, Chargennummer und ein Verfallsdatum.
- Hologramm oder QR-Code: Seit 2019 sind Sicherheitsmerkmale wie QR-Code oder Hologramm auf der Umverpackung Pflicht.
- Blister und Tablettenfarbe: Tabletten sind meist weiß oder cremefarben, mit klarer Prägung.
- Preisverdacht: Liegt der Preis signifikant unter dem Apothekenpreis, ist Vorsicht geboten.
Original vs. Generika: Worauf sollte man achten?
- Generika enthalten denselben Wirkstoff, können aber andere Hilfsstoffe aufweisen. Diese sind in Deutschland umfassend geprüft.
- Generika sind meist günstiger, bieten aber vergleichbare Wirksamkeit und Sicherheit.
- Personen mit Allergien gegen bestimmte Hilfsstoffe (z. B. Laktose, Farbstoffe, Cellulose) sollten auf die Zusammensetzung achten.
Qualitätskontrolle: So sollte Methocarbamol aussehen
- Tablettenform: Rund, leicht gewölbt, weiß bis cremefarben
- Prägung: Herstellerlogo oder Tablettencode sichtbar
- Blister: Feste Blisterfolie, keine Risse oder Verfärbungen
- Verpackung: Deutsche Beschriftung, Chargennummer, Haltbarkeitsdatum, QR-Code oder Hologramm
- Beipackzettel: Muss immer beiliegen und auf Deutsch sein
Bei Unsicherheit: Im Zweifel immer eine Apotheke aufsuchen und das Präparat überprüfen lassen.
Psychologische Unterstützung bei Muskelverspannungen
Muskelverspannungen sind ein weit verbreitetes, behandelbares Problem. Auch psychische Belastungen, Stress oder familiäre Sorgen können die Beschwerden verstärken. Es hilft, offen mit Partnerinnen/Partnern oder einer Fachkraft über die Belastung zu sprechen – Sie sind nicht allein!
Was tun bei Überdosierung von Methocarbamol?
- Methocarbamol sofort absetzen.
- Notruf 112 wählen und genaue Einnahmemenge angeben.
- Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ruhig bleiben, keine Eigenmaßnahmen wie Erbrechen auslösen.
- Bei Bewusstlosigkeit: Stabile Seitenlage, Atmung kontrollieren.
- Packung und Beipackzettel bereithalten.
Typische Symptome einer Überdosierung: Schwere Schläfrigkeit, Verwirrtheit, Atmungsprobleme, Blutdruckabfall, Krampfanfälle.
Klinische Einschätzung von Dr. med. Sebastian Hoffmann zur Rolle von Methocarbamol
In meiner täglichen Praxis setze ich Methocarbamol insbesondere bei akuten, schmerzhaften Muskelverspannungen ein, etwa bei Hexenschuss, Zerrungen oder nach Operationen. Die Substanz ist aus meiner Sicht für Patientinnen und Patienten mit unkomplizierten, reversiblen Muskelkrämpfen geeignet, die keine schwerwiegenden Vorerkrankungen haben. Schwierig ist die Situation bei chronischen Rückenschmerzen, psychosomatischen Beschwerden oder multimorbiden Patienten – hier ist der Nutzen stark begrenzt, und meist sind andere Behandlungsstrategien vorrangig. Wer bereits ältere Patientin oder Patient ist, unter Leber- oder Nierenproblemen leidet oder mehrere dämpfende Medikamente nimmt, profitiert seltener in vollem Umfang. Wichtig ist mir, dass Methocarbamol nicht die Ursache der Verspannung behandelt, sondern das Symptom lindert. Alternative Therapieoptionen (z. B. Physiotherapie, Wärme, Bewegung) sollten immer parallel besprochen werden. Entscheidend ist die regelmäßige Reevaluation: Bleibt trotz kurzer Behandlung die Wirkung aus, ist eine Umstellung oder das Absetzen zu erwägen.
Was Patientinnen und Patienten Dr. med. Sebastian Hoffmann häufig zu Methocarbamol fragen
- Wie erkenne ich, ob Methocarbamol bei mir wirkt?
- Die Wirkung äußert sich meist darin, dass die Muskulatur lockerer wird und Schmerzen nachlassen. Ein vollständiges Nachlassen der Beschwerden tritt selten sofort ein – achten Sie auf einen allmählichen Rückgang der Verspannung und mehr Beweglichkeit.
- Wie lange sollte ich Methocarbamol maximal einnehmen?
- In der Regel reichen wenige Tage bis maximal eine Woche. Sollte die Muskelverspannung länger bestehen, ist eine erneute ärztliche Bewertung notwendig.
- Warum fühle ich mich nach der Einnahme sehr müde?
- Müdigkeit ist eine häufige Nebenwirkung durch die dämpfende Wirkung auf das zentrale Nervensystem. Dies ist oft ein Zeichen, dass die Dosis überprüft werden sollte. Sprechen Sie mich bei stärkerer Müdigkeit bitte an.
- Kann ich mit Methocarbamol weiterhin arbeiten gehen?
- Das hängt von Ihrem Beruf ab. Tätigkeiten, die Konzentration, Reaktionsvermögen oder das Bedienen von Maschinen/Fahrzeugen erfordern, sollten unterbrochen werden. Bei reiner Bürotätigkeit ist nach einzelnen Einnahmen meist keine vollständige Arbeitsunfähigkeit nötig.
- Was mache ich, wenn die Tabletten bei meinen Rückenschmerzen nicht helfen?
- Melden Sie sich bitte innerhalb weniger Tage. Es gibt alternative Therapieoptionen. Wichtig ist, andere Ursachen auszuschließen und weitere Untersuchungen einzuleiten.
- Beeinflusst Methocarbamol andere Medikamente, die ich nehme?
- Das hängt vom Einzelfall ab. Besonders kritisch sind andere dämpfende Substanzen (z. B. Schlafmittel). Informieren Sie mich vor der Verschreibung über alle Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen.
- Was ist, wenn ich eine Dosis vergessen habe?
- Nehmen Sie die nächste Dosis zur regulären Zeit ein – nicht doppelt dosieren. Bei Unsicherheiten können Sie jederzeit Rücksprache halten.
Häufige Fragen (FAQ) zu Methocarbamol in Deutschland
- Wie schnell wirkt Methocarbamol gegen Muskelverspannungen?
- Die Wirkung tritt meist innerhalb von 30 bis 60 Minuten nach der Einnahme ein und hält etwa 4–6 Stunden an.
- Ist Methocarbamol rezeptpflichtig?
- Ja, Methocarbamol ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Eine Abgabe ohne Rezept ist nicht erlaubt.
- Wie viel kostet Methocarbamol in der Apotheke?
- Je nach Präparat und Packungsgröße kostet eine 20er-Packung 500 mg Tabletten zwischen 15 und 22 Euro (Stand 2026). Generika sind in der Regel günstiger.
- Kann ich Methocarbamol online bestellen?
- Nur bei Versandapotheken mit deutscher Erlaubnis und gegen Vorlage eines gültigen Rezepts. Von nicht zugelassenen Onlineshops ist dringend abzuraten.
- Wie lange darf ich Methocarbamol am Stück einnehmen?
- In der Regel nicht länger als 7 Tage, es sei denn, Ihre Ärztin/Ihr Arzt empfiehlt eine längere Einnahme.
- Darf ich während der Einnahme Auto fahren?
- Nein, auf das Führen von Fahrzeugen und das Bedienen von Maschinen sollte während der Behandlung verzichtet werden – das Reaktionsvermögen ist beeinträchtigt.
- Wie wird Methocarbamol abgebaut?
- Methocarbamol wird in der Leber verstoffwechselt und zum überwiegenden Teil über die Nieren ausgeschieden.
- Kann ich Methocarbamol mit Schmerzmitteln kombinieren?
- Ja, zum Beispiel mit Paracetamol oder Ibuprofen. Kombinationen mit Beruhigungsmitteln oder Alkohol sind jedoch zu vermeiden.
- Gibt es Alternativen zu Methocarbamol?
- Andere Muskelrelaxanzien wie Baclofen oder Tizanidin stehen zur Verfügung; auch nicht-medikamentöse Verfahren werden häufig eingesetzt.
- Kann Methocarbamol abhängig machen?
- Im Allgemeinen besteht kein hohes Abhängigkeitsrisiko. Eine längerfristige Einnahme ohne ärztliche Kontrolle ist dennoch zu vermeiden.
Quellen
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), www.bfarm.de
- EMA – European Medicines Agency, www.ema.europa.eu
- Ortoton® Fachinformation, Mylan Germany GmbH, Stand 2026
- PubMed, aktuelle Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit von Methocarbamol, pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
- Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN), Leitlinie „Akute Rückenschmerzen“, 2025, www.dgn.org
- Deutsches Arzneimittelgesetz (AMG), aktuelle Fassung, gesetze-im-internet.de/amg_1976/
- WHO Collaborating Centre for International Drug Monitoring (Uppsala Monitoring Centre), www.who-umc.org
- NHS – National Health Service, Informationen zu Muskelrelaxanzien, www.nhs.uk/medicines/muscle-relaxants/
Wichtiger medizinischer Hinweis : Die Informationen auf dieser Website dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung. Auch wenn ein Produkt ohne Rezept erhältlich ist, sollten die Anwendungshinweise sorgfältig gelesen und die empfohlene Dosierung eingehalten werden. Bei Nebenwirkungen, Gegenanzeigen oder Fragen zur Behandlung wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Apotheker.
